Politik wird durch den Kakao gezogen

Vier Stunden dauerte der Sprüche-Marathon in Wolhusen. Besonders Politiker mussten dranglauben.

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Der Schmutzige Donnerstag von Wolhusen stand am Abend ganz im Zeichen der Schnitzelbänke. In vier Gaststätten, vor insgesamt 600 Besuchern reihte sich Pointe an Pointe: Beliebtes Thema war die Gründung der SVP-Ortspartei, der dümmste Tankstellenbrand der Schweiz in der Ämseren Wolhusen, Ottmar Hitzfelds Nati, Karl-Theodor zu Guttenbergs Rücktritt und des Zunftmeisters Peter Koch Liebe zu seinem Mercedes. «Liebling, dein Merc lässt dich grüssen, nur mit dir allein kann ich glücklich sein ...», sangen die Nacht-W-Ächter unter der Leitung von René Limacher in höchsten Tönen.

Sechs Gruppen mit klingenden Namen wie Wäpfuzescher, Schulmeister, Nacht-W-Ächter, Dorfzwärg, Näbufrässer und Schi-Golos nahmen die Prominenz aufs Korn. Einziger Wermutstropfen: Das Ganze zog sich bei nur gerade sechs Nummern von 20 Uhr bis nach Mitternacht hin.

«Im Namen des Christoph»

Seppi Bucher, alias «Schulmeister», nahm unter anderem die Gründung der SVP-Ortspartei auf die Schippe: «Zur grossen Freude aller heimatlosen SVP-Wähler kam endlich einer von da hinden (Stefan Dahinden aus Schüpfheim, Anm. der Redaktion), um zu helfen, eine Ortspartei zu gründen. Es brauchte Männer der Tat, und deswegen kam dann Toni Brunner ins ‹Rössli› und gab dazu den Wolhuser Segen: «Im Namen des Christoph, der Silvia, des Toni Brunner und des Christoph Mörgeli gebe ich der SVP Wolhusen den Auftrag, die Partei mit den stärksten Männern und den schönsten Frauen zu werden.»

Monika van de Giessen / Neue LZ