POLIZEI-AFFÄRE: Wenn Polizisten gegen Polizisten ermitteln

Polizisten sollen gegen Arbeitskollegen nicht mehr ermitteln dürfen, verlangen die Grünen. Doch welche Regeln gibt es, wenn Polizisten gegen eigene Kollegen ermitteln?

Christian Hodel
Drucken
Teilen
Eine Patrouille der Luzerner Polizei unterwegs. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)

Eine Patrouille der Luzerner Polizei unterwegs. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Grüne Fraktion im Luzerner Kantonsrat verlangt, dass bei Vorwürfen gegen Polizisten künftig die Untersuchung zwingend von einer ausserkantonalen Stelle geführt werden muss. Dies, nachdem letzte Woche publik wurde, dass ein Polizist an Weihnachten vor drei Jahren auf seine Frau einprügelte und vom Dienst nicht freigestellt wurde. Er ist wenige Monate später gar befördert worden. Der mutmassliche Täter gehörte der selben Einheit an, wie die Polizisten, die gegen ihn ermittelten. Welche Reglen gelten also, wenn Polizisten gegen eigene Berufskollegen einschreiten – im besagten Fall gar gegen den eigenen Vorgesetzten? Hans Stutz, Kantonsrat der Grünen sagt: «Mir sind keine klaren Regeln bekannt, wie der Kanton und die Luzerner Polizei derzeit mit Polizisten umgeht, die gegen eigene Arbeitskollegen ermitteln.»

Regeln werden nicht benennt

Dies erstaunt wenig, zumal es zwar bei der Luzerner Polizei anscheinend Regeln gibt, diese aber auf einem internen Papier festgehalten sind. «In einem Dienstbefehl ist das Vorgehen gegen Angehörige der Luzerner Polizei festgehalten», sagt Mediensprecher Kurt Graf. Öffentlich sei das Papier jedoch nicht.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder im E-Paper.