Polizei schliesst Fahndung mit Phantombildern nicht aus

Die beiden Männer, die im Bahnhof ein Mädchen sexuell genötigt haben, sind noch nicht gefasst. Die Polizei hält sich bedeckt.

Drucken
Teilen
Das «Perron 15» gibt seit dem Übergriff zu reden; auch, weil hier offenbar keine Überwachungskamera montiert ist. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Das «Perron 15» gibt seit dem Übergriff zu reden; auch, weil hier offenbar keine Überwachungskamera montiert ist. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Am 23. November wurde ein 16-jähriges Mädchen im Luzerner Bahnhof Opfer eines sexuellen Missbrauchs. Seit rund eineinhalb Wochen fahndet die Polizei nun nach den Tätern. «Bislang konnten wir die beiden Männer nicht fassen», sagte Richard Huwiler, Mediensprecher der Luzerner Polizei, auf Anfrage.

Bemerkenswert ist, wie präzise die 16-Jährige sich an das Aussehen ihrer Peiniger erinnern kann. Sie konnte der Polizei gegenüber die Kleidung, körperliche Merkmale und insbesondere die Gesichter genau beschreiben.
Stellt sich die Frage, wieso die Polizei Aufgrund der präzisen Beschreibung des Mädchens nicht ein Phantombild der Täter anfertigt, um die Fahndung voranzutreiben.

«Zuerst einmal ist es wichtig, die detaillierte Täterbeschreibung in unserer Datenbank zu haben», sagt Huwiler. Auf diese Datenbank kann von allen Polizeikorps der Schweiz zugegriffen werden. Dennoch schliesst die Polizei nicht aus, in Zusammenarbeit mit dem Opfer professionelle Phantombilder anfertigen zu lassen. «Diese Massnahme kommt normalerweise dann zum Tragen, wenn man mit den sonstigen Ermittlungen nicht weiter kommt.»

Pascal Imbach

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>