POLIZEI STATISTIK: Stabile Kriminalitätslage, aber mehr Unfälle

Die Polizei bezeichnet die Kriminalitätslage im vergangenen Jahr als stabil. Jedoch wurden im letzten Jahr etwas mehr polizeilich registrierte Verkehrsunfälle im Kanton Luzern gezählt.

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Zwei Polizisten der Kantonspolizei Luzern auf Streife. (Bild Pius Amrein / Neue LZ)

Zwei Polizisten der Kantonspolizei Luzern auf Streife. (Bild Pius Amrein / Neue LZ)

2008 wurden bei der Kapo Luzern insgesamt 22?161 Straftaten erfasst. Dabei handelt es sich um polizeilich bekannt gewordene Straftaten gegen das Strafgesetzbuch (StGB), gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) und das Ausländergesetz (AuG). Insgesamt konnten davon 9?463 Delikte aufgeklärt werden. Die Kriminalitätslage dürfe im vergangenen Jahr als stabil bezeichnet werden, schreiben die Stadt- und Kantonspolizei.

Bei den insgesamt 19'632 Missachtungen des Strafgesetzes fallen mit 69% die Vermögensdelikte (13'613) auf. Die zwei Polizeicorps zählten aber auch 898 (5%) Bedrohungen von Leib und Leben. Übers Jahr 2008 wurden 1642 Einbrüche registriert.

Wie die Polizei weiter schreibt, sinke die Hemmschwelle zur Anwendung von Gewalt in zunehmendem Masse - auch gegenüber staatlichen Institutionen. Von den 172 Straftaten wegen Gewalt und Drohung gegenüber Behörden und Beamte, waren zur Hauptsache Polizisten sebst betroffen. Gegenüber 2006 sei eine Zunahme von 17 % zu verzeichnen.

Die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle im Kanton Luzern habe im letzten Jahr leicht zugenommen. Die Zunahme von rund 2,5 % bewegt sich in der gleichen Grössenordnung wie die Zunahme der im Kanton eingelösten Motorfahrzeuge.

Keine getöteten Kinder
Erfreulich sei, dass 2008 auf den Luzerner Strassen die Anzahl getöteter Personen um 20% zurückgegangen ist. Kinder starben keine im Strassenverkehr und 15% weniger wurden verletzt. Die Zahl der verletzten Personen insgesamt hat jedoch um rund 5% zugenommen.

Im Bezug auf die Unfallschwere blieben nach wie vor die «Fahrfähigkeit» (10% der Unfälle) und das «Nichtanpassen der Geschwindigkeit» (16% der Unfälle) die Hauptprobleme. So seien diese beiden Ursachen zusammen für über 70% der Verkehrstoten und auch überdurchschnittlich für die Schwerverletzten verantwortlich, schreibt die Polizei.

Neue Art der Erfassung
Die Kriminalstatistik des Kantons Luzern wurde ab 2008 den Kriterien der neuen Polizeilichen Kriminalstatistik PKS des Bundesamtes für Statistik angepasst. Die Planung sieht vor, Anfang 2010 erstmals die neue nationale PKS zu publizieren. Dies ermögliche dem Kanton Luzern einen Quervergleich mit anderen Kantonen. Der aktuelle Neustart verbirgt auch zeitlich begrenzte Nachteile. So änderte unter anderem die Zählweise bestimmter Delikte.

kst