Polizei verzeichnet Rückgang der Einbruchdiebstähle in der Zentralschweiz

Die Kampagne zur Bekämpfung von Dämmerungseinbrüchen hat sich positiv ausgewirkt. Im Zeitraum von Ende Oktober 2018 bis Ende Februar 2019 wurden im Vergleich zum Vorjahr 243 Delikte weniger verzeichnet.

Roger Rüegger
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Gestellte Szene zum Thema Einbruch.  (Symbolbild: Keystone/Walter Bieri)

Gestellte Szene zum Thema Einbruch. (Symbolbild: Keystone/Walter Bieri)

Nach Abschluss der Kampagne zur Bekämpfung von Einbruchdiebstählen unter dem Slogan «Bei Verdacht Tel. 117» ziehen die Zentralschweizer Polizeikorps eine positive Bilanz. Während der vier Monate dauernden Kampagne in denen Dämmerungseinbrüche am häufigsten vorkommen, wurden in der Zentralschweiz 505 Einbruch- und Einschleichdiebstähle sowie Einbruchsversuche registriert.

Nach einem leichten Anstieg in den Vorjahren, verzeichnete man einen Rückgang um 243 Delikte, wie das Zentralschweizer Polizeikonkordat am Dienstag mitteilte.

Die Polizei hat im Rahmen dieser Kampagne die  Bevölkerung aufgerufen, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden. Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei gibt ein Beispiel: «Wenn sich unbekannte Personen in verdächtiger Weise im Quartier aufhalten oder wenn Fahrzeuglenker sich in der Gegend verdächtig verhalten, soll man lieber einmal mehr zum Telefon greifen als wegsehen.» In solchen Fällen solle man sofort die Polizei über die Notrufnummer 117 verständigen.

Dies haben sich die Zentralschweizer offenbar zu Herzen genommen. «Die zahlreichen Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung waren wertvoll für die Einbruchsprävention. Die Bürgerinnen und Bürger stellten erneut unter Beweis, dass sie sehr gut beurteilen können, ob eine Person in das Quartier passt oder nicht», heisst es in der Mitteilung.

Konkret hätten sich in 48 Fällen eine Täterschaft in Objekte einschleichen können. In 109 Fällen sei es beim Versuch geblieben, was bedeutet dass sich die Täterschaft keinen Zutritt verschaffen konnte. 

Dank der wertvollen Unterstützung aus der Bevölkerung hat die Polizei vielfach dort präsent sein können, wo es am dringendsten nötig war. Dabei wurden auch mehrere Einbrecher festgenommen. Die Verdachtsmeldungen aus der Bevölkerung seien für die Polizei auch ausserhalb der Kampagne von grossem Wert, um vorbeugend wirken zu können. So könne grosses Leid verhindert werden, da Einbruchdiebstähle für die Betroffenen oftmals eine grosse Belastung darstellen würden, die zeitlich lange über das eigentliche Ereignis hinaus wirken könnten.

Es lohnt sich zudem, das eigene Heim auf den Einbruchschutz zu prüfen, rät die Polizei. Einerseits steht hierfür die Broschüre «Riegel vor!» der Schweizerischen Kriminalprävention zur Verfügung, welche gratis bei der Polizei bezogen werden kann. Andererseits bieten die Polizeikorps auch individuelle Sicherheitsberatungen zum Schutz gegen Einbrecher an.

Detaillierte Zahlen zur Einbruchskriminalität für das Jahr 2018 werden von den einzelnen Polizeikorps im Rahmen der polizeilichen Kriminalstatistik Ende März 2019 publiziert.