Polizeifusion - ein Fehler?

Die auf den 1. Januar 2010 vollzogene Fusion zwischen der Stadt- und der Kantonspolizei Luzern sorgt für Probleme: Die Stadt fühlt sich beim Vollzug städtischer Reglemente im Stich gelassen.

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Eine Patrouille der Luzerner Polizei. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Eine Patrouille der Luzerner Polizei. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Luzerner Sicherheitspolitik gibt derzeit zu reden. «Mit der Fusion der Stadt- und Kantonspolizei sind Vollzugsprobleme entstanden», erklärte die städtische Sicherheitsdirektorin Ursula Stämmer unlängst gegenüber unserer Zeitung. Probleme gibt es etwa bei der Kontrolle von Strassenmusiken, bei der Strassenprostitution oder im Taxiwesen. Grund dafür: Laut dem Fusionsvertrag zwischen den Polizeikorps übernimmt die Luzerner Polizei seit dem 1. Januar 2010 keine Gemeindeaufgaben.

Ein Nachfragen bei den Kantonen Bern und Zug, die ihre Polizeikorps ebenfalls zusammengelegt haben, zeigt: Eine Fusion kann Synergien, aber auch viele Probleme mit sich bringen. Im Kanton Zug fand die Fusion 2002 statt. Dabei sprach sich die Stadt von Beginn an dagegen aus. Bemängelt wurde, dass spezifische Bedürfnisse der Stadt nicht mehr genügend berücksichtigt werden könnten. Die Stadt Zug etwa muss nun auf private Sicherheitsdienste zählen, während Bern polizeiliche Leistungen einkauft.

Daniel Schriber / Barbara Inglin


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.