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Polizistin fast über Haufen gefahren: Luzerner Gericht verurteilt Autofahrer zu Freiheitsstrafe von 18 Monaten

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 22-jährigen Mann verurteilt, der im Juni 2015 nachts zu schnell durch Kriens fuhr und auch noch eine Polizeikontrolle missachtete.

Von der Strafe muss der Mann sechs Monate unbedingt vollziehen, wie aus dem noch nicht rechtskräftigen Urteilsdispositiv hervorgeht, das am Montag veröffentlicht wurde. Für die restlichen 12 Monate wird dem Beschuldigten bei einer Probezeit von drei Monaten der bedingte Vollzug gewährt.

Das Gericht sprach den Mann der Gefährdung des Lebens, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der mehrfachen Hinderung einer Amtshandlung, der groben Verletzung der Verkehrsregeln sowie des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern schuldig. Weiter verhängte ihm das Kantonsgericht eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 30 Franken. Die Strafanträge des Staatsanwalts lauteten: Freiheitsstrafe von 15 Monaten und Busse von 2000 Franken.

Polizistin konnte gerade noch ausweichen

Der Beschuldigte war im Juni 2015 mit seinem Auto von Kriens nach Luzern gerast. Innerorts überschritt die Höchstgeschwindigkeit um mindestens 20 Stundenkilometer, wie die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift schreibt. Drei Beamten der Luzerner Polizei führten zu dieser Zeit auf dieser Strecke eine Verkehrskontrolle durch. Eine mit Leuchtwesten und Leuchtkegel ausgerüstete Polizistin gab dem Raser ein deutliches Haltezeichen.

Der Mann wollte sich aber offenbar nicht von der Polizei kontrollieren lassen und fuhr mit unveränderter Geschwindigkeit nur knapp an der Polizistin vorbei, die dadurch in Lebensgefahr gebracht wurde. Sie sei nur deswegen vom Auto des Beschuldigten nicht erfasst worden, weil sie gerade noch rechtzeitig ausgewichen sei, schreibt die Staatsanwaltschaft. (sda)

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