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POLIZEISTATISTIK: Mehr Fälle aufgeklärt – trotz Einsparungen

Personalmangel, Sparmassnahmen, Überstundenabbau: 2017 war für die Luzerner Polizei kein einfaches Jahr.
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«Und trotzdem konnten wir unsere Aufklärungsquote bei Vergehen gegen das Strafgesetzbuch um vier Prozent steigern. Das ist sehr erfreulich», sagte Polizeikommandant Adi Achermann am Mittwoch bei der Präsentation der Kriminalstatistik und des Geschäftsberichts der Luzerner Polizei. Insgesamt hat diese 39,6 Prozent aller 18 715 registrierten Delikte aufgeklärt. Im Vorjahr war die Gesamtzahl der Delikte mit 18 771 nur marginal höher.

Ebenso verhalten sich die Zahlen sämtlicher Deliktsarten – also jene, die nebst dem Strafgesetzbuch das Ausländer- oder Betäubungsmittelgesetz sowie übrige Bundesgesetze betreffen. Im vergangenen Jahr registrierte die Luzerner Polizei 24 162 Straftaten, im Jahr zuvor waren es rund 500 mehr (siehe Grafik).

Besonders erfreulich ist gemäss Kriminalpolizei-Chef Daniel Bussmann, dass die Aufklärungsquote bei den schweren Verbrechen bei 100 Prozent lag. So konnte die Polizei alle drei Tötungsdelikte klären. Im Vorjahr war es nur eines gewesen. «Besonders in einem Fall war die Ausgangslage sehr schwierig», so Bussmann. Damit spricht er von der Messerstecherei an der Baselstrasse im vergangen November: Damals wurde ein 34-jähriger Mann aus Eritrea mit einem Messer niedergestochen und verstarb noch am Tatort (wir berichteten). «Wir konnten den Täter inner kurzer Zeit überführen, obwohl die Parteien zufällig aneinandergeraten waren. Solche Konstellationen sind für Ermittlungen immer schwierig.» Ebenso konnten sämtliche 8 versuchte Tötungen (Vorjahr 10) und die 10 schweren Körperverletzungen (Vorjahr 14) aufgeklärt werden.

Die Zahl Verkehrsunfälle stieg um etwas mehr als 5 Prozent: 2205 Unfälle waren es im vergangenen Jahr, 2097 noch im Jahr 2016. Gemäss Pius Ludin, Chef der Sicherheits- und Verkehrspolizei, gab es letztes Jahr 13 Verkehrstote. Im Vorjahr waren es noch 10 gewesen. «Auffallend ist die Zunahme bei den tödlich verunfallten Fussgängern. So erlitten 5 Personen tödliche Verletzungen, im Vorjahr lag die Zahl bei null.» 54 Prozent aller Unfälle ereigneten sich, weil die Verkehrsteilnehmer sich nicht an die Reglen hielten – also mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs waren oder Vortrittsregeln missachteten. Zu 28 Prozent der Unfälle kam es, weil die Lenker abgelenkt waren – entweder vom Handy, dem Navigationssystem oder dem Radio. Ebenso fallen fahren unter Drogen- und Alkoholkonsum in diese Sparte.

Interessant: Letztes Jahr wurden 467 Fahrer angezeigt, weil sie angetrunken unterwegs waren. Im Vorjahr waren es noch 601. Für Ludin liegt der Grund nicht darin, dass weniger Personen mit Alkohol im Blut fahren: «Viel mehr ist dieser Rückgang ein Zeichen dafür, dass die Polizei aufgrund der Einsparungen weniger Kontrollen durchgeführt hat.»

Achermann beharrt auf mehr Ressourcen

Die Luzerner Polizei pocht auf eine Aufstockung des Bestandes, wie sie am Mittwoch betonte. Heute umfasst das Korps rund 670 Polizisten. Bereits 2014 beantragte die Regierung eine Erhöhung um 82 Stellen. Der Kantonsrat bewilligte nur 50, wovon bis jetzt erst 13 tatsächlich aufgestockt wurden. Erst ab 2019 wird das Korps jährlich um 5 Stellen vergrössert. Grund genug für Achermann, auf die Polizeidichte hinzuweisen: Dieses Jahr kamen 604 Einwohner auf einen einzelnen Luzerner Polizisten. Im schweizerischen Schnitt liegt die Polizeidichte aber bei 453 Einwohnern pro Polizist. Achermann glaubt, dass es in Zukunft so weitergehen wird. Bis 2020 rechnet die Polizei mit einer Dichte von 624 Luzerner pro Polizistenstelle: «Deshalb brauchen wir dringend mehr Ressourcen.» (kük)

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