Pop-up-Parks

Luzern kann sich auf temporäre Stadt-Oasen freuen

Der Luzerner Stadtrat will im Sommer weitere Pop-up-Parks ermöglichen – einen davon auf der Waldstätterstrasse, die autofrei wird.

Beatrice Vogel
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Die Waldstätterstrasse in Luzern wird auf dem Abschnitt vor der Migros – zwischen Kauffmannweg und Winkelriedstrasse – autofrei. 2021 wird dieser Abschnitt temporär umgestaltet. Der Luzerner Stadtrat wolle dabei Erfahrungen mit Pop-up-Parks auf Strassen sammeln, teilt die Stadt mit.

«Wir stehen betreffend der Umgestaltung derzeit im Austausch mit dem Quartierverein, um die Bedürfnisse der Anwohnenden abzuholen», sagt Diana Celi, Projektleiterin Stadtplanung. «Die Umsetzung soll im Sommer erfolgen.»

Vorläufig werde nur mit mobilen Elementen umgestaltet. Der Abschnitt der Waldstätterstrasse soll aber langfristig autofrei bleiben. Dies fordert ein Vorstoss der GLP, den das Stadtparlament überwiesen hat. 2022 und 2023 wird deshalb ein Konzept für die definitive Gestaltung der Strasse erarbeitet. Darin sollen auch Fragen rund um die Velo- und Motorradparkierung oder die sichere Durchfahrt für Velos geklärt werden, heisst es in der Mitteilung. Die Erfahrungen mit dem Pop-up-Park und die Rückmeldungen der Anwohnerinnen und Anwohner, des Gewerbes und generell aus dem Quartier sollen ins Gestaltungskonzept und in das Bauprojekt einfliessen. Ziel sei, die definitive Gestaltung 2024 umzusetzen.

Befahrbar wird bis auf weiteres der Kauffmannweg bleiben – obwohl sich eine Verbindung des neuen autofreien Abschnitts mit dem Helvetiagärtli anbieten würde. Laut Diana Celi hat man die Erschliessung des Quartiers im Rahmen des Vorstosses überprüft. Doch bevor man weiter in diese Richtung denke, müsse zuerst der Test auf der Waldstätterstrasse erfolgreich sein.

Stadt erlaubt im Sommer sechs temporäre Parks

Auch in anderen Quartieren können weitere Pop-up-Parks entstehen. Nachdem bereits im vergangenen Sommer ein Pilotprojekt mit sieben Pop-up-Parks durchgeführt wurde, will der Stadtrat in diesem Jahr sechs solche Parks auf Parkplätzen ermöglichen – für jeweils zwei Monate, je drei im Juni und Juli sowie drei im August und September. Interessierte Quartierbewohner können sich bis 1. März bei der Stadt bewerben und ein Basis-Kit mit einem Holzboden und einem Geländer beantragen. Bei Bedarf stellt die Stadt auch Pflanzentröge, eine Spielkiste, Tisch und Stühle zur Verfügung. Für die Umsetzung der Konzepte steht je ein Kostenbeitrag bis 1000 Franken zur Verfügung.

Beim ersten Pop-up-Park in Luzern konnte man «Vier gewinnt» spielen.

Beim ersten Pop-up-Park in Luzern konnte man «Vier gewinnt» spielen.

Dominik Wunderli
(24. Juli 2020)

Der Stadtrat hat im Raumentwicklungskonzept und in der Stadtraumstrategie festgehalten, dass er die Quartierzentren als Begegnungsorte stärken und sich für eine attraktive Gestaltung der Strassenräume einsetzen will. Dabei wurden drei Typen von Pop-up-Parks definiert: einen Parkplatz für maximal acht Wochen umgestalten, ein leeres Grundstück oder einen Platz für eine Aufwertung einsetzen oder einen Strassenabschnitt temporär sperren und beleben.

Weitere Infos: www.pop-up-parks.stadtluzern.ch