POPULATION: Die Winterkälte tötet jeden zweiten Vogel

Der Winter kostet die Vögel ihre Kräftereserven. Schlimm wirds, wenns jetzt kalt bleibt.

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Ein Eisvogel: Wurde auch seine Spezies im Kanton Luzern dezimiert? (Bild pd)

Ein Eisvogel: Wurde auch seine Spezies im Kanton Luzern dezimiert? (Bild pd)

Wochenlang Minustemperaturen und eine geschlossene Schneedecke: «Viele Vögel haben ihre Reserven aufgebraucht», sagt Hans Schmid, Leiter des Fachbereichs Überwachung Vogelwelt an der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Die Experten gehen davon aus, dass in diesem Winter bis zu 50 Prozent der Vögel im Kanton Luzern verenden – dann nämlich, wenn es weiter frostig und winterlich bleibt. Die Kälte habe kurzfristig «gravierende Auswirkungen» auf ganze Populationen, so auf Eisvogel und Schleiereule; von beiden gibt es Paare in Luzern. Wie viele überleben, weiss man im Frühling. Dann werden die Bestände gezählt.

Hans Schmid relativiert allerdings das Drama in der Vogelwelt: «Verluste in dieser Grössenordnung sind in kälteren Wintern normal.» Vögel würden viel Nachwuchs produzieren, um die Ausfälle auszugleichen.

Andreas Töns

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.