POST: Ida Glanzmann (CVP) will gegen Leistungsabbau bei Post vorgehen

Sie hakt noch einmal nach: Die Luzerner Nationalrätin Ida Glanzmann (CVP) will gegen den Leistungsabbau bei der Post vorgehen.

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An Postschaltern ohne das Sicherheitsglas gibt es nur noch höchstens 500 Franken in bar (Symbolbild). (Bild: Phillipp Schmidli / Neue LZ)

An Postschaltern ohne das Sicherheitsglas gibt es nur noch höchstens 500 Franken in bar (Symbolbild). (Bild: Phillipp Schmidli / Neue LZ)

Konkret geht es darum, dass bei einigen Neubauten – etwa in der Gemeinde Nebikon – Barauszahlungen an Poststellen nur noch bis 500 Franken möglich sind. Die Post begründet die reduzierten Auszahlungen mit Sicherheitsvorschriften, weil die neuen Schalter keine Fensterscheiben mehr haben, sondern offen gestaltet sind (wir berichteten mehrfach, siehe Links). Für die Nationalrätin aus Altishofen ist dies nicht nachvollziehbar.

Glanzmann beauftragt nun den Bundesrat mittels einer Motion, die gesetzliche Regelung bei Auszahlungen an Poststellen anzupassen. So, dass in Zukunft die Obergrenze der Auszahlungen bei allen Poststellen von 500 auf 5000 Franken erhöht wird. Die Motion wurde von 35 Ratsmitgliedern – ausser der GLP quer durch alle Parteien – unterzeichnet.

«Post täuscht die Kontoinhaber»

«Dörfer mit Neubauten werden mit nicht nachvollziehbaren Einschränkungen benachteiligt», sagt Glanzmann. Die Post setze darauf, sich als Finanzinstitut zu positionieren. «Leider täuscht sie die Postkontoinhaber, wenn es nicht mehr möglich ist, genügend Bargeld zu beziehen.» Der Service public soll laut Glanzmann «nicht nur vom Zugang her, sondern auch von der Leistung her gewährleistet werden». Mit einer Anpassung der gesetzlichen Regelung könne diese Ungleichbehandlung aus dem Weg geräumt werden. (chh)