Postkarten von den Liebsten: Curaviva Luzern lanciert Aktion für Pflegeheim-Bewohner

Bewohnern von Pflegeheimen soll mit besonderen Postkarten eine Freude im Alltag gemacht werden. Insgesamt hat Curaviva Luzern 10'000 Karten drucken und sie an die Angehörigen verteilen lassen.

Fabienne Mühlemann
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Besucher-Boxen oder Skype-Treffen: Pflegeheime zeigen sich derzeit kreativ, um den Bewohnern das Besuchsverbot zu erleichtern. Nun hat Curaviva Luzern eine weitere Aktion lanciert, um den Bewohnern ein wenig Lebensfreude in den Alltag zu bringen. Der Verband der Pflegeheime Kanton Luzern hat 10'000 Postkarten drucken lassen. Diese hat der Verband den 65 Institutionen im Kanton zukommen lassen, damit sie an die Angehörigen der Bewohner verteilt werden.

Die beiden Sujets der Postkarten:

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«Wir haben bei Umfragen in den Pflegeheimen gemerkt, dass viele unter dem Besuchsverbot leiden. Daher wollten wir diese Aktion lancieren», sagt Roger Wicki, Präsident von Curaviva Luzern. Pro Bewohner können zwei Karten an die Angehörigen verteilt werden, die dann die Kinder oder Grosskinder gestalten und an ihre Liebsten schicken können. Die Postkarten sind im A5-Format. Auf der Vorderseite können die Angehörigen mit einem Stift gross den Namen des Empfängers notieren. Die Rückseite kann dann ganz individuell gestaltet werden.

«Es soll die Angehörigen motivieren, sich bei den Bewohnern zu melden. Denn eine solche Postkarte kann bei ihnen viel Freude auslösen», sagt Wicki. Das Geld dafür stamme aus dem Werbebudget, welches bisher nicht ausgeschöpft wurde und beträgt laut Wicki ein paar Tausend Franken. Wicki: «Jeder schöne Moment ist in Zeiten wie diesen Gold wert. Wir sind nun gespannt, wie viele Postkarten den Weg zurück ins Pflegeheim finden.»