PR-AKTION: Was Entlebuchs Werbe-Coup wert ist

Diese Woche hat die UNESCO Biosphäre Entlebuch per Radioteleskop Tourismus-Botschaften ins Weltall geschickt. Die Aktion schlug ein wie ein Komet – nicht ohne Grund.

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Die Entlebucher im Zentrum des medialen Interesses. (Bild: pd)

Die Entlebucher im Zentrum des medialen Interesses. (Bild: pd)

Als am vergangenen Montag eine Delegation der UNESCO-Biosphäre Entlebuch im deutschen Bad Münstereifel Werbebotschaften ins All sendete (wir berichteten), wurde sie von zig Print-, Radio-, und Fernsehjournalisten aus dem In- und Ausland begleitet. Angelockt durch eine clevere Kommunikation schon weit im Vorfeld des Anlasses.

Das Ergebnis: Durch Beiträge in mindestens 20 (!) Zeitungen, Radiostationen und Fernsehsendern – darunter deutsche Big-Player wie RTL, WDR oder die «Bild-Zeitung» – erreichte die kleine, beschauliche Biosphäre im Entlebuch ein Multi-Millionen-Publikum. Und dies zum Nulltarif.

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Wie viel es die Biosphären-Verantwortlichen gekostet hätte, die erwähnte Präsenz in Form von Inseraten und Werbespots zu erreichen, lässt sich nur schwer errechnen. Ein simples Beispiel aber zeigt zumindest die Dimensionen auf, von denen wir hier sprechen: Ein 5-sekündiger TV-Spot kostet bei renommierten Deutschen Privatsendern wie RTL, Pro 7 oder Sat 1 je nach Uhrzeit und Anlass der Ausstrahlung zwischen 600 und 6000 Franken.

Nehmen wir also den Beitrag im «RTL-Nachtjournal», welcher am Mittwoch ausgestrahlt wurde und stattliche 3:07 Minuten dauerte. Schon mit einem tiefen Sekundentarif von 1000 Franken (aufgrund der eher späten Uhrzeit um Mitternacht), hätte die Biosphäre dafür als Werbekunde über 37'000 Franken hingeblättert.

Pascal Imbach