PRÄMIENVERBILLIGUNG: Luzern spart bei den Armen

Wer Prämienverbilligung von weniger als 300 Franken zugute hat, erhält in Luzern kein Geld. Markus Dürr hält das für «sozialverträglich».

Drucken
Teilen
Bei einem Anspruch unter 300 Franken bleibt der Geldhahn zu. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Bei einem Anspruch unter 300 Franken bleibt der Geldhahn zu. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Sie haben schlicht Pech: Luzernerinnen und Luzerner, die zwar Anspruch auf Verbilligung der Krankenkassenprämien haben, aber kein Geld erhalten. Denn seit einem Jahr besteht im Kanton für Beträge von unter 300 Franken pro Jahr kein Rechtsanspruch mehr. Der zuständige Regierungsrat Markus Dürr verteidigt die Limite als «sozialverträglich». Personen, die abschlägigen Bescheid erhalten hätten, müssten im Durchschnitt auf 150 Franken pro Jahr verzichten.

183'000 Franken gespart
Die Limite wurde unter anderem wegen des Spardrucks eingeführt, sagt Markus Dürr: «Wir wollen das vorhandene Geld so verteilen, dass es jene erhalten, die es wirklich nötig haben.»

2007 sind 1234 Gesuche abgewiesen worden; gespart wurden 183'000 Franken. Betroffen sind Alleinstehende oder Paare, nicht aber Familien. «Einzelne haben sich wegen des abschlägigen Bescheids beschwert», sagt Daniel Wicki, Leiter Abteilung Soziales und Arbeit. Für die Prämienverbilligung stehen 150 Millionen zur Verfügung.

kwi.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.