PRÄVENTION: Neue Broschüre klärt über Bauchfett auf

Mit der neuen Broschüre «Rund um den Bauch» möchte die Fachstelle Gesundheitsförderung des Kantons Luzern die Bevölkerung auf das Thema «Bauchfett» aufmerksam machen. Grund: Die wenigsten sind sich den Risiken eines zu grossen Bauchumfangs bewusst.

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Birgt Gefahren: Zu viel Bauchfett. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Birgt Gefahren: Zu viel Bauchfett. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

«Über ein Drittel der Luzerner Bevölkerung ist übergewichtig», sagt Claudia Burkard, Leiterin der Fachstelle Gesundheitsförderung des Kantons Luzern. Ein Grossteil der Betroffenen sei sich wohl des Übergewichts bewusst, «dass jedoch ein zu dicker Bauch eine spezielle Gefährdung darstellt, wissen wohl die wenigsten». Eine im Auftrag der Dienststelle Gesundheit von Gabriele Emmenegger verfasste Broschüre mit Illustrationen des bekannten Künstlers Ted Scapa befasst sich deshalb mit dem Bauch, speziell mit dem Bauchfett. Gut verständlich werden die Zusammenhänge zwischen zu viel Bauchfett und den gesundheitlichen Risiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes aufgezeigt.

Verteilung von Fett im Körper ist entscheidend

Die Broschüre beschreibt, wie man selber sein Bauchfett bestimmen kann. Die einfache Berechnung von Bauchumfang geteilt durch die Körpergrösse ergibt einen Wert, der eine Aussage darüber erlaubt, ob der Bauchumfang im normalen Bereich liegt (siehe Kasten). «Die Fettverteilung ist für die Gesundheit ebenso wichtig wie die Gesamtkörperfettmasse oder das Körpergewicht», erklärt Kantonsarzt Roger Harstall. Zuviel Bauchfett erhöht das Risiko für Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, dass die Berechnung des Body-Mass-Index BMI (Gewicht:Körpergrösse) durch die Berechnung des Bauchfettanteils ergänzt werden sollte.

Bauch weg mit mehr Bewegung

«Wer ausgewogen isst und sich mehr bewegt, verbraucht mehr Energie», erläutert die Autorin Gabriele Emmenegger. Der Körper mobilisiert dafür als Erstes das Bauchfett. Eine halbe Stunde Bewegung pro Tag kurbelt bereits die Fettverbrennung an. Der Alltag bietet eine Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten an, wie zum Beispiel Treppensteigen, eine Busstation früher aussteigen und zu Fuss gehen oder bei der Arbeit von Zeit zu Zeit aufstehen und einige Schritte gehen. Die Fit'n'ESS-Tipps der Broschüre geben dazu hilfreiche Hinweise.


 

So messen Sie richtig

Den Bauchumfang misst man zirka zwei Zentimeter oberhalb des Bauchnabels.

Teilen Sie diese Zahl durch Ihre Körpergrösse. Ist der Wert unter 0.5 bei unter 40jährigen und unter 0.6 bei über 50jährigen, dann bezeichnet man den Bauchumfang als normal.

Ein Beispiel: Bauchumfang 80 cm : Körpergrösse 168 cm = 0.476.


HINWEIS
Die Autorin Gabriele Emmenegger Mayr von Baldegg, Luzern, ist bekannt als Autorin des Ernährungsteils des interkantonalen Lehrmittels «Tiptopf». Die Broschüre kann auch bei der Dienststelle Gesundheit bestellt werden.

pd/nop