Preise für Wohnungen und Häuser steigen

Wohnen im Kanton Luzern wird vorerst nicht günstiger. Dies zeigt der neuste Immobilienmarkt-Bericht der Luzerner Kantonalbank. Mieten werden weiter steigen – vorallem in der Stadt Luzern.

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Im Kanton Luzern wird rege gebaut. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Im Kanton Luzern wird rege gebaut. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Seit drei Jahren bewegen sich im Kanton Luzern die Preise für Eigentumswohnungen kontinuierlich nach oben. Die Nachfrage wird weiterhin durch das tiefe Zinsniveau, positive demographische Entwicklungen und der Beliebtheit von Wohneigentum als Vermögensanlage in einem unsicheren Wirtschaftsumfeld begünstigt, wie die Luzerner Kantonalbank mitteilt. Eine Änderung dieses Trends ist derzeit nicht in Sicht.

Auch im Luzerner Einfamilienhausmarkt setzte sich im Jahr 2011 die Teuerung fort. So erhöhte sich im Kanton Luzern innerhalb eines Jahres der durchschnittliche Preis der Einfamilienhäuser von 840’000 Franken auf 880’000 Franken. Auch hier zeigen sich regional zum Teil sehr grosse Unterschiede: An Lagen mit Seesicht und in Seegemeinden sind die Häuser viel teurer. Die derzeitigen Baugesuche deuten darauf hin, dass sich die Bautätigkeit insbesondere auf die Region Seetal fokussieren werde.

Mieten werden teurer

Schlechte Nachrichten gibt es auch für Mieter: Eine Preisentwicklung gegen oben ist in den kommenden Monaten nicht auszuschliessen, insbesondere in der Stadt Luzern, in Hochdorf sowie in Gisikon, heisst es weiter. Eine generelle Überhitzungstendenz auf dem Immobilienmarkt Luzern ist aus Sicht der Luzerner Kantonalbank momentan aber nicht erkennbar.

pd/rem

So senken Sie Ihre Miete

jow. Falls ein Mieter feststellt, dass sein im Vertrag festgelegter Referenzzinssatz höher als 2,5 Prozent ist, muss er ein sogenanntes Mietzinsherabsetzungsbegehren stellen. Dieses sei eingeschrieben an den Vermieter zu senden, sagt Regula Mühlebach, Geschäftsleiterin Sektion Deutschschweiz beim Schweizerischen Mieterverband.

Sparen lässt sich allerdings nicht sofort. Die Herabsetzung trete erst auf den nächsten Kündigungstermin in Kraft, erklärt Mühlebach. Diese Vorschriften gelten nur für gewöhnliche Mietwohnungen, Genossenschaften sind davon ausgenommen.