PREISVERLEIHUNG: Kommt der Schweizer Oscar bald nach Luzern?

Die besten Schweizer Filme könnten künftig in Luzern gekrönt werden. KKL und Stadt legen schon mal den roten Teppich aus.

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«Etwas eigenartige Schreibweise. Aber originell.» (Karikatur Jals)

«Etwas eigenartige Schreibweise. Aber originell.» (Karikatur Jals)

Am nächsten Mittwoch wird an den Solothurner Filmtagen der Schweizer Filmpreis verliehen - wohl zum letzten Mal. «Die Verleihung des Filmpreises wird 2009 voraussichtlich nicht in Solothurn durchgeführt», sagt Micha Schiwow, Direktor vom Veranstalter Swiss Films. «Die Fernsehstationen der SRG SSR Idée Suisse haben Interesse signalisiert, den Filmpreis live zu übertragen», so Schiwow. Derzeit wird jetzt ein neuer, glanzvollerer Ort gesucht; heuer findet der Anlass in einem Sportcenter ausserhalb von Solothurn statt.

Die SRG wäre Veranstalter
«Das Kunst- und Kongresszentrum in Luzern wäre diesbezüglich ein möglicher Ort», sagte Schiwow gegenüber «20 Minuten». Gegenüber unserer Zeitung relativiert er aber: «Im Falle einer Direktübertragung wäre nicht Swiss Films der Veranstalter, sondern die SRG. Wir würden zwar weiterhin Partner bleiben, den Austragungsort bestimmten allerdings die Fernsehstationen der SRG.»

Bei der SRG bestätigt man, dass Gespräche mit Swiss Films am Laufen seien - über einen möglichen Standort könne man allerdings noch nichts sagen. Man suche zuerst die richtige Form, um den Filmpreis einer breiteren Öffentlichkeit bekannter zu machen, und erst dann den neuen Standort, sagt Daniel Steiner, Mediensprecher der SRG. Auf die Erfahrungen mit dem KKL angesprochen, weiss der Mediensprecher vom Schweizer Fernsehen, David Affentranger, allerdings nur Gutes zu berichten: «Wir haben bereits positive Erfahrungen mit Direktübertragungen aus dem KKL gemacht. Die Infrastruktur ist sehr modern und eignet sich gut für Fernsehübertragungen.»

Worte, die im möglichen Veranstaltungsort auf offene Ohren stossen: «Natürlich haben wir Interesse und würden den Filmpreis gerne beherbergen. Ich habe diesbezüglich bereits mit Herrn Schiwow Kontakt aufgenommen», sagt Elisabeth Dalucas, Direktorin des KKL Luzern. Es sei einer der Aufträge des KKL, solche Anlässe in die Leuchtenstadt zu holen.

Michael Graber

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung