«Löwen»-Verkauf, Preisverleihungen, Budgets 2021: Das sind die News aus den Luzerner Gemeinden

Vom Kanton und seinen 82 Gemeinden, von Verbänden, Korporationen, Schulen und Privaten, erhält unsere Redaktion täglich zahlreiche Nachrichten. Einen Teil davon finden Sie in diesem Artikel.

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Ebikon: Umweltpreis erhalten

Der nationale Umweltpreis Prix Metallrecycling 2020 geht in diesem Jahr unter anderem an das Gymnasium St.Klemens in Ebikon. Das getrennte Sammeln von Wertstoffen ist dort schon längst ein Thema, heisst es in einer Mitteilung. Dem Hauswart Uriel Odermatt waren vor allem die Dosen in den Abfallkübeln ein Dorn im Auge. Deshalb besorgte er 4 Sammelbehälter für Aludosen, die in den Korridoren und der Cafeteria aufgestellt wurden:

Bild: PD

Daneben wurde auch das Pharmaunternehmen Hänseler AG in Herisau und Help for Family in Turgi ausgezeichnet. Die drei Gewinner überzeugen mit ihren Sammeltaten und motivieren vor allem Jugendliche, Mitarbeitende und Vereinsmitglieder zum Sammeln von Metallverpackungen, so die Begründung für den Entscheid. Sie werden mit je 1000 Franken honoriert.

Eich: Steuerfuss soll sinken

Der Eicher Gemeinderat rechnet für das kommende Jahr mit einem Minus von 540'000 Franken. Das negative Ergebnis sei auf das Ja des Luzerner Stimmvolkes zur Aufgaben- und Finanzreform 18 sowie auf Veränderungen im Kantonalen Finanzausgleich zurückzuführen, wie die Gemeinde in der Botschaft zum Budget schreibt. Der Gemeinderat möchte den Steuerfuss auf neu 1,30 Einheiten festlegen. Aktuell beträgt dieser 1,35 Einheiten. Im kommenden Jahr rechnet der Gemeinderat mit Bruttoinvestitionsausgaben von rund 1,01 Millionen Franken. Die Gemeindeversammlung findet am 1. Dezember um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle statt.

Ermensee: Budget rechnet mit Minus

Die Gemeinde Ermensee rechnet im Budget 2021 mit einem Minus von gut 162000 Franken. Der Gesamtaufwand liegt dabei bei knapp 5,53 Millionen Franken. Am Steuerfuss von 2,10 Einheiten soll auch kommendes Jahr festgehalten werden. Es sind ausserdem Investitionsausgaben von 522'000 Franken vorgesehen. Die Budgetversammlung findet am 30.November um 19.30 Uhr in der Aula des Schulhauses Ermensee statt.

Eschenbach: Unterstützung für «Löwen»-Kauf

Die Gemeinde Eschenbach will die Liegenschaft Löwen kaufen, um die Aufwertung des Unterdorfes ganzheitlich zu planen und voranzutreiben. Die CVP, FDP und SVP – somit alle Ortsparteien – sowie das Gwärb Eschenbach unterstützen das Geschäft, wie sie am Dienstag mitteilten. Sie empfehlen der Stimmbevölkerung, dem Kaufkredit am 29. November an der Urne zuzustimmen.

Das Hotel und Restaurant Löwen.

Das Hotel und Restaurant Löwen.

Bild: Patrick Hürlimann (Eschenbach, 21. Oktober 2020)

Geuensee: Angespannte Finanzlage

In Geuensee wird die geplante Gemeindeversammlung vom 9. Dezember wegen Corona abgesagt. Stattdessen stimmt die Bevölkerung am 29. November an der Urne über das Budget 2021 ab. Dieses sieht bei einem Gesamtaufwand von rund 16,2 Millionen Franken einen Verlust von rund 269'000 Franken vor. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 2,1 Einheiten. Es sind Nettoinvestitionen im Umfang von rund 2,6 Millionen Franken budgetiert. Mit 1,4 Millionen Franken schlägt der Beitrag für das geplante Sekundarschulhaus in Sursee am stärksten zu Buche. Geuensee befinde sich in einer angespannten finanziellen Lage, schreibt die Gemeinde.

Inwil: Preis erhalten und Steuersenkung beantragt

Gemüseproduzent Dave Bigler aus Inwil erhält die Trophäe Goldene Sonne der Migros Luzern, wie diese mitteilt. Bigler produziert unter anderem Lauch, Broccoli, Salate, Bohnen, Bundzwiebeln, Süsskartoffeln und seit diesem Jahr Kohlröschen für die Migros Luzern.

Bild: PD

Er führt seinen Betrieb seit 2005 in der zweiten Generation und baue das Bio-Sortiment kontinuierlich aus. Ausserdem habe er im Frühjahr 2020 in eine grosse Fotovoltaik-Anlage investiert, so die Begründung für die Verleihung.

Das Inwiler Budget 2021 weist ein Minus von rund 389'000 Franken aus, dies bei einem Gesamtaufwand von rund 16,2 Millionen. Die Gemeinde schlägt vor, den Steuerfuss fürs kommende Jahr um eine Zwanzigstel-Einheit auf neu 1,70 Einheiten zu senken. Dank der guten Rechnungsabschlüsse der vergangenen Jahre und der komfortablen Eigenkapitalsituation könne der Steuerfuss trotz des budgetierten Verlusts gesenkt werden. Die veranschlagten Investitionsausgaben belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Franken. Die Budget-Gemeindeversammlung findet am 30. November im Zentrum Möösli statt.

Kanton Luzern: Stiftepriis verliehen

Nicolas Elmiger aus Ballwil hat seine Ausbildung zum Polymechaniker EFZ mit der Note 5,6 bei der Ruag AG abgeschlossen. Damit gehört er zu den 105 Gewinnern und Gewinnerinnen des Stiftepriis 2020. Das teilte das Unternehmen Pestalozzi gestern mit.

Michel Elmiger.

Michel Elmiger.

Bild: PD

Auch der Surseer Kujtim Gegollaj, welcher seine Ausbildung zum Gebäudetechnikplaner Sanitär EFZ mit der Note 5,4 bei der Josef Ottiger + Partner AG abgeschlossen hat, zählt zu den Gewinnern.

Kujtim Gegollaj

Kujtim Gegollaj

Bild: PD

Der Polymechaniker Daniel Bucher aus Luzern hat sogar mit der Note 6 abgeschlossen. Seit bald 40 Jahren verleiht die Pestalozzi Gruppe den Stiftepriis. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Firma die besten Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen der Deutschschweiz in den Bereichen Metallbau und Metallverarbeitung, Haustechnik sowie Gebäudehülle.

Daniel Bucher

Daniel Bucher

Bild: PD

Kriens: Stadtrat für Alex-Wili-Platz und neuer Verwaltungsrat

Der neugestaltete Platz neben dem alten Krienser Gemeindehaus soll künftig den Namen des Krienser Ur-Liberalen Alexander Wili (90) tragen. Das forderten FDP, CVP und SVP in einem Postulat. Der Stadtrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, wie er mitteilt. Das Vorhaben wurde von der SP harsch kritisiert, weil Alex Wili als früherer Militärrichter eine zweifelhafte Rolle gespielt habe.

Marco Frauenknecht.

Marco Frauenknecht.

An der ausserordentlichen GV der Heime Kriens AG wurde der Krienser Stadtrat Marco Frauenknecht in den Verwaltungsrat gewählt. Er ist damit neuer Vertreter der Stadt Kriens im strategischen Führungsgremium dieser gemeinnützigen Aktiengesellschaft. Sie befindet sich im Eigentum der Stadt Kriens. Frauenknecht tritt sein Mandat per sofort an. Ihre Verwaltungsratsmandate niedergelegt haben die beiden ehemaligen Stadträte Matthias Senn und Lothar Sidler. Präsidiert wird der Verwaltungsrat wie bis anhin von Marco Borsotti. Die weiteren Mitglieder des Verwaltungsrats sind Karin Bernasconi, Luzía Kopp, Daniel Michel und Dominik Utiger.

Nottwil: Minus budgetiert

Das Budget 2021 geht von einem Minus von rund 750'000 Franken aus. Der Steuerfuss bleibt bei 1,85 Einheiten. Mit einem erfreulichen Eigenkapitalbetrag von über 12 Millionen Franken lasse sich das geplante Defizit gut auffangen, schreibt die Gemeinde. Im nächsten Jahr rechnet Nottwil mit höheren Kosten bei der Pflegefinanzierung, insbesondere im Bereich der ambulanten Pflege, andererseits aufgrund der Bevölkerungsentwicklung mit etwas höheren Steuererträgen. Die Investitionsausgaben für 2021 sind mit 1,4 Millionen Franken veranschlagt. Die Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 19. November, um 19.30Uhr im Zentrum Sagi statt.

Reiden: Eröffnung verschoben

Die auf den Sonntag, 6. Dezember, festgelegte Eröffnung des Hallenbads Reiden verzögert sich und findet neu am Samstag, 19. Dezember, statt. Das teilte die Badi Reiden gestern mit. Hauptgrund für die Verzögerung sei die Badewassertechnik, deren Umsetzung mehr Zeit als geplant beanspruche und deren Fertigstellung Voraussetzung für die Ausführung von weiteren Folgearbeiten sei.

Schlierbach: Steuerfuss bleibt gleich

Das Budget 2021 der Gemeinderechnung sieht ein Plus von rund 46'500 Franken vor. Die Bruttoinvestitionen betragen 612'000 Franken. Als Hauptinvestition wird in der Abstimmungsbotschaft der Ausbau mit Sanierung der Krumbacherstrasse mit Anschluss Wetzwilerstrasse genannt. Der Steuerfuss der Gemeinde Schlierbach soll bei 1,65 Einheiten bleiben. Wegen Corona wird am 29. November an der Urne abgestimmt.

Werthenstein: Hohe Investitionen

Der Gemeinderat rechnet für das Jahr 2021 mit einem Minus von rund 640'000 Franken, wie er mitteilt. Der Mehraufwand sei auf die massiv steigenden Kosten in der Sozialhilfe, im Kindes- und Erwachsenenschutz, bei den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV und auf eine Erhöhung der Stellenprozente auf der Verwaltung und im Werkdienst zurückzuführen. Ausserdem verzichte die Gemeinde auf eine jährliche Auflösung der Aufwertungsreserve. Das Investitionsvolumen liegt für das kommende Jahr bei knapp 2,2 Millionen Franken. Ein Grossteil ist für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung vorgesehen. Der Steuerfuss soll bei 2,15 Einheiten belassen werden. Über das Budget sollen die Stimmbürger am 9.Dezember befinden können.