PRIMARSCHULE: Jährlich gibt es 500 Schüler weniger

Im Kanton Luzern gibt es immer weniger Primarschüler. Das stellt vorab kleinere Gemeinden vor Probleme.

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Charles Vincent. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Charles Vincent. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Seit 2001 nimmt die Schülerzahl an den Kindergärten und Primarschulen im Kanton stetig ab – im Schnitt um über 500 Kinder pro Jahr. Vor 7 Jahren waren es etwa 33'500 Kinder, heute sind es nur noch knapp über 30'000.

Die Statistiker gehen davon aus, dass es noch bis 2010 so weitergeht, sagt Charles Vincent vom Bildungsdepartement. Dann werde sich die Zahl stabilisieren. Das Anzeichen dafür ist der Kindergarten: Auf dieser Stufe ist der Rückgang bereits vorbei.

Zu wenig Schüler für zwei, zuviele für eine Klasse
Wegen der sinkenden Schülerzahlen verschwinden im Kanton jährlich bis zu 30 Klassen – und somit auch Lehrerstellen. Vor allem organisatorisch stellt der Schülerrückgang die Luzerner Gemeinden aber vor neue Herausforderungen.

Insbesondere kleinere Gemeinden mit wenigen Schulklassen haben es schwer: So kann die Situation entstehen, dass es zu wenige Schüler für zwei Klassen hat, aber auch zu viele für eine.

Sechs Kinder in drei Jahren
Entlebuch etwa hat dieses Problem mit einer kreativen Variante gelöst. Im Dorfschulhaus werden je eine dritte und vierte Klasse geführt, sowie eine gemischte mit Dritt- und Viertklässlern, erklärt die zuständige Gemeinderätin Vreny Müller.

Die beiden Schulen in Rengg und Finsterwald werden übernächstes Schuljahr schliessen müssen. «Dieses Jahr gehen in der Rengg gerade mal zwei Kinder in die erste Klasse, nächstes Jahr sind es drei, im Jahr darauf noch eines », sagt Müller.

Problem nicht in allen Gemeinden
In den letzten Jahren sind im ganzen Kanton bereits rund ein Dutzend Aussenschulen geschlossen worden, sagt Charles Vincent vom Bildungsdepartement.

Aber nicht alle Gemeinden müssen mit Schülerrückgang kämpfen. Das Gegenbeispiel ist Sursee: Da die Stadt stetig wächst, kann der Rückgang kompensiert werden. Stadträtin Ruth Balmer hat deshalb eine komfortable Situation: «Wir müssen keine Klassen streichen.»

Beat Vogt

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.