Primarschüler schlitzen Sitze im Schulbus auf

In Horw kam es im Sachbeschädigungen in einem Bus. Die Eltern wurden über die Vorfälle informiert.

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Es ist ein Service, den längst nicht jede Gemeinde bietet – Horw aber schon: Sie lässt Primarschüler aus Kastanienbaum, die weit weg vom provisorischen Schulhaus Krämerstein wohnen, gratis dorthin transportieren. Zudem werden die Schüler von Kastanienbaum mit dem Bus zum Schwimmunterricht ins Schulhaus Spitz gefahren. Das Fahrzeug wird jeweils durch VBL Reisen Luzern gestellt.

In den vergangenen Wochen kam es allerdings mehrfach zu Sachbeschädigungen, wie Gemeindepräsident Ruedi Burkard (FDP) anlässlich der Fragestunde im Einwohnerrat am Donnerstagabend ausführte. Demnach seien Polster von Sitzen aufgeschlitzt oder zig leere Hundekot-Säckli im Fahrzeug verteilt worden. Bei letzterem kann man laut Burkard noch von einem Lausbubenstreich sprechen, bei den Sitzen hingegen weniger: «Das geht gar nicht – die Gemeinde musste 1200 Franken für die Reparatur ausgeben.»

Eltern wurden schriftlich über die Vorfälle informiert

Inzwischen hat die Gemeinde die Eltern schriftlich über die Vorfälle informiert und sie daran erinnert, dass der Schulweg in ihrer Verantwortung liegt. Doch nicht nur das: Sollten die Chauffeure Vandalen auf frischer Tat ertappen, sind sie angewiesen, umgehend deren Personalien aufzunehmen und die betroffenen Personen aus dem Bus zu weisen. Ruedi Burkard: «Diese Kinder können dann selber schauen, wie sie in die Schule kommen.»

Die Gemeinde Horw bietet den Bustransport an, weil das Schulhaus Spitz, in dem der Schwimmunterricht stattfindet, relativ weit von Kastanienbaum entfernt ist. Und beim Krämerstein handelt es sich um ein provisorisches Schulhaus, das ebenfalls für viele Schüler etwas abseits liegt. Letzteres dient als vorübergehender Ersatz für die Schulanlage Mattli, die bis im nächsten Sommer komplett saniert wird. Rund 200 Kinder besuchen dort den Unterricht. (hor)