Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Prognose Kantonsrat: CVP wird ihre Spitzenposition verteidigen

Die Luzerner SVP und FDP wollen massiv Wähleranteile gewinnen. Sie dürften ihre hohen Ziele nicht ganz erreichen. Die Mitte kann ihre Mehrheit wohl auch im neuen Parlament halten.
Lukas Nussbaumer

Die 120 Sitze im Luzerner Kantonsrat sind so begehrt wie nie: 801 Frauen und Männer bewerben sich dafür – deutlich mehr als vor vier Jahren. Das hohe Interesse erstaunt, da die Stärkeverhältnisse stabil sind. So bewegte sich 2015 nur wenig: SVP und FDP konnten 2015 je zwei Mandate gewinnen, die Grünen verloren deren zwei, während CVP und GLP je eines einbüssten.

Kantonsrat Luzern

Sitzverteilung nach der Wahl 2015
120 Sitze
CVP
38
Sitze
SVP
29
Sitze
FDP
25
Sitze
SP
16
Sitze
Grüne
7
Sitze
GLP
5
Sitze

Grössere Rochaden dürfte es auch am 31. März nicht geben. Es muss sich weder eine Partei vor massiven Verlusten fürchten, noch kann eine andere auf hohe Gewinne hoffen. Die Wahlstrategen in den Parteizentralen beurteilen das selbstredend anders. Die SVP möchte die CVP überholen, die FDP die SVP. Wollen beide Parteien ihre Ziele erreichen, müssten sie massive Gewinne verbuchen.

CVP kann Mitte und Links zu Mehrheiten verhelfen

Am ehesten erreichbar scheint die Absicht der FDP, die im Gegensatz zu SVP und CVP auch national im Hoch ist. Gelingt den Freisinnigen wie 2015 tatsächlich eine Steigerung und kann die CVP ihre Verluste minimieren, können die beiden Mitteparteien auch die neue Legislatur als Krösusse in Angriff nehmen. Aktuell halten die früheren erbitterten Rivalen 63 der 120 Parlamentsmandate, können also bei entsprechender Fraktionsdisziplin jederzeit für Mehr­heiten sorgen.

Die CVP kann aber nicht nur den Mitte-Positionen zum Durchbruch verhelfen – sie verfügt auch mit SP und Grünen zusammen über mehr als die Hälfte der Sitze, nämlich über deren 61.

Machen Grüne und GLP ihre Verluste von 2015 wett?

Trotz wenig Hinweisen auf grosse Verschiebungen: Langweilig wird der Wahltag vom 31. März nicht. So wird sich zeigen, ob die Grünen und Grünliberalen ihre vor vier Jahren erlittenen Scharten auswetzen können und ob die SP von ihrem Erfolg bei den Prämienverbilligungen profitieren kann. Leichte Gewinne sind den drei kleinsten Kantonsratsfraktionen auf jeden Fall zuzutrauen.

Dass Kleinparteien wie BDP oder EVP ins Parlament einziehen, ist hingegen unwahrscheinlich. Spannend zu beobachten wird auch sein, wie viele der 103 erneut antretenden Kantonsräte die Wiederwahl schaffen. Vor vier Jahren mussten 11 amtierende Parlamentarier ihr Pult räumen. Auf ebenso viel Interesse stossen wird, wie viele der 64 amtierenden oder ehemaligen Gemeinderäte den Sprung nach Luzern schaffen. Derzeit sitzen 33 Gemeindevertreter im Kantonsrat.

Anzahl Kantonsratskandidaten seit 1999

199920032007201120152019Jahr0200400600800

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.