PROGNOSE: Luzerner Kantonalbank: 2009 gehts bergauf

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hält an ihrer vergleichsweise optimistischen Einschätzung des Schweizer Wirtschaftswachstums fest und prognostiziert für das Jahr 2009 ein BIP-Wachstum von 0.5%.

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Bernhard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Bernhard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Stärkstes Argument für diese Einschätzung bleibt die im internationalen Vergleich hervorragende Arbeitsmarktsituation, die sich gemäss LUKB nur leicht verschlechtern dürfte, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Zudem erwartet die LUKB, dass sich der beschleunigte Rückgang der Preissteigerung kaufkraftstützend auswirken wird und weltweite Investitionen zur Förderung der Energie- und Rohstoffeffizienz das Wachstum positiv beeinflussen werden.

Globales Wachstum sinkt auf 1%
Bis Mitte 2009 geht die Luzerner Kantonalbank davon aus, dass sich die Wirtschaftsleistung in allen westlichen Industrieländern rückläufig entwickeln wird. Die heftigsten Einbrüche werden in den USA, in Grossbritannien und in Spanien erwartet. Ab dem zweiten Halbjahr 2009 dürfte laut LUKB eine moderate Besserung eintreten. Für die globale Wirtschaft rechnet die Bank für 2009 mit einem Wachstum von 1.0 % (2008: 3.2%). Dieses wird ausschliesslich aus den Schwellenländern kommen.

Übergewichtung der Obligationenquote
In der aktuellen Anlagepolitik empfehlen die LUKB-Analysten weiterhin die Übergewichtung von Obligationen. Aufgrund der massiven Leitzinssenkungen der Zentralbanken in den vergangenen Wochen und der anhaltenden Tendenz zu weiter sinkenden Zinsen seien dabei längere Laufzeiten zu bevorzugen. Bei den Währungen favorisiert die LUKB Schweizer Franken und bleibt bei Anlagen im US-Dollar stark untergewichtet.

Eine deutliche Untergewichtung empfiehlt die LUKB auch bei den Dividendenpapieren. Das grösste Risiko sieht die Bank auf die Schwellenländer zukommen, da Industrieländer ihr in diesen Ländern erwirtschaftetes Kapital abziehen würden, um die im Heimmarkt erlittenen Verluste auszugleichen. Als Folge reduziert die LUKB ihr Engagement in den Schwellenländern und erhöht die Übergewichtung im Schweizer Aktienmarkt.

scd