PROGRAMM: CVP streicht den Begriff «christlich»

Das Wort «christlich» kommt in neuen Parteiprogramm der CVP nicht mehr vor. Jetzt rebelliert die Basis.

Lukas Nussbaumer
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Diese «Identitätskarte» ziert das aktuelle Parteiprogramm der Luzerner CVP. (Bild: pd)

Diese «Identitätskarte» ziert das aktuelle Parteiprogramm der Luzerner CVP. (Bild: pd)

«Wir gestalten das Zusammenleben gemäss einem christlichen Menschen- und Gesellschaftsbild.» So lautet der zweite Satz des neuen Parteiprogramms der CVP Schweiz, das am Samstagmorgen von den Delegierten in Bern abgesegnet werden soll.

Ganz anders die CVP des Kantons Luzern: Im von der Parteileitung einstimmig verabschiedeten neuen Parteiprogramm kommt das Wort «christlich» nicht mehr vor. Das Programm wurde den Delegierten am Donnerstag präsentiert – und mit 86 zu 83 Stimmen knapp gutgeheissen. Trotzdem will die Parteispitze das Programm noch einmal überarbeiten – aufgrund des knappen Resultats.

Rutscht «christlich» doch rein?

Laut Parteipräsident Pirmin Jung hat die Parteileitung das Wort «christlich» nicht mehr erwähnt, «weil der Begriff ja schon im Namen der Partei steht.» Ob der Begriff «christlich» im überarbeiteten Programm wieder auftaucht, lässt Jung offen.

Das stört Heidi Duss-Studer, CVP-Kantonsrätin aus Escholzmatt. Duss-Studer hat das neue Parteiprogramm an der Delegiertenversammlung denn auch abgelehnt. «Wir sollten zu unseren christlichen Werten stehen. Sonst macht der Name Christlich-demokratische Volkspartei keinen Sinn mehr», sagt Duss-Studer.