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PROJEKT: Jetzt stellen Schülerreporter die Fragen

Unsere Zeitung startet mit dem Projekt «Zeitung in der Schule». Bevor die Schüler aber zu Reportern werden, fühlten sie unseren Journalisten auf den Zahn.
Reporter Christian Hodel beantwortet den Fünft- und Sechstklässlern von Lehrer Thomas Bitterli an der Schule Neudorf Fragen zum Journalistenberuf. (Bild Pius Amrein)

Reporter Christian Hodel beantwortet den Fünft- und Sechstklässlern von Lehrer Thomas Bitterli an der Schule Neudorf Fragen zum Journalistenberuf. (Bild Pius Amrein)

Christian Hodel

Woher haben Sie die Informationen? Welcher Interviewpartner war der mühsame, welcher der spannendste? Warum gibt es verschiedene Zeitungsbünde?

Für einmal sind es die Journalisten der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihren Regionalausgaben, die sich in diesen Tagen Fragen um Fragen stellen müssen. Im Rahmen des Projekts «Zeitung in der Primarschule» (ZIP) besuchen sie bis Ende Februar über 600 Schüler in 38 Klassen in der ganzen Zentralschweiz. Haben die Schüler erstmals einen Einblick in den journalistischen Alltag gewonnen, gehen sie dann selbst auf Reportage (siehe Box).

Dumme Fragen gibt es nicht

An diesem Morgen in Neudorf sind es gut 30 Schüler der 5./6 Primarklasse, die den Reporter unserer Zeitung mit Fragen löchern. Das vom Journalisten vorgegebene Credo lautet: Habt den Mut, anzusprechen, was euch wirklich interessiert. Dumme Fragen gibt es nicht.

Wunderbar, sagt ein Schüler und lanciert sogleich die Fragestunde: Wie viel verdienen Sie? «Zwei mal die Hälfte und das reicht zum Leben», antwortet der Reporter. Warum haben die Zeitungsseiten unten acht Löcher? «Diese gibt es, wenn die Papierbahnen in der Druckerei zum Falzen in die Falztrommel kommen. Dort werden sie mit einer Art Nägel befestigt.» Wer macht eigentlich die Rabenau-Cartoons? «Der Karikaturist Dithard von Rabenau.»

So weit, so gut. Nach 45 Minuten ist eine Lektion um – doch längst nicht alle Fragen sind beantwortet. Machen Sie viele Überstunden? «Manchmal, zum Beispiel heute.» Macht Ihnen die Arbeit immer Spass? «Meistens – und dir die Schule?» Der Schüler lächelt.

Jeden Morgen bekommen die Kinder, die am Projekt unserer Zeitung mitmachen, für einige Wochen einen Satz Zeitungen geliefert. Er lese nicht jeden Tag alles, sagt ein Schüler und fragt: Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich Ihre Artikel nicht ganz bis zu Ende lese? «Nein, damit kann ich umgehen.» Sind Sie am Abend fest müde? «Meistens schon.» Es sind überraschende Fragen, auf die die Schüler eine Antwort suchen. Einfache, spontane und persönliche Fragen, die sie interessieren und wovon sich jeder gestandene Journalist etwas abschneiden kann. Warum machen Sie überhaupt diesen Job, will etwa eine Schülerin wissen. «Weil es einer der schönsten der Welt ist und ich jeden Tag interessante Gesprächspartner und Themen kennen lerne.» Und was tun Sie, wenn der Interviewpartner keine Antwort auf Ihre Frage gibt? «Dann lasse ich nicht locker, bis er meine Frage verständlich beantwortet.»

An Fragen mangelt es den Schülern auch nach bald zwei Lektionen nicht. Und mit den ausweichenden Antworten des langsam müde gewordenen Reporters wollen sie sich partout nicht zufriedengeben. Es scheint, als hätten die Neudorfer Primarschüler einiges gelernt.

Sonderausgabe

Zentralschweizchh. Das Projekt «Zeitung in der Primarschule» (ZIP) der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben soll bei den Schülern in der Zentralschweiz die Freude am Umgang mit Medien, dem regionalen Geschehen und der Sprache wecken. 38 Klassen bekommen während einiger Lektionen Besuch von einem Journalisten von unserer Zeitung. Ebenso verfassen viele Klassen selbstständig einen Artikel. Die gesammelten Texte erscheinen Ende April in einer Sonderbeilage. Eine Auswahl der besten Artikel wird zudem ab Ende März auf Sonderseiten in den tagesaktuellen Ausgaben unserer Zeitung publiziert.

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