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PROJEKT KLEINSTADT: Überreste von alter Spitalkirche werden für Nachwelt dokumentiert

Das Projekt Kleinstadt schreitet in Luzern voran. Am Franziskanerplatz werden ab 6. Juni erneut archäologische Untersuchungen an der mittelalterlichen Spitalkirche nötig. Bis im November sollen die archäologischen Arbeiten am Franziskanerplatz mehrheitlich beendet sein.
Die Archäologen Luca Winiger (hinten) und Andreas Christen graben die überreste der Mauer der alten Spitalkirche aus. Sie wurden bei der Strassensanierung in der Kleinstadt am Franziskanerplatz entdeckt. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 15. März 2017))

Die Archäologen Luca Winiger (hinten) und Andreas Christen graben die überreste der Mauer der alten Spitalkirche aus. Sie wurden bei der Strassensanierung in der Kleinstadt am Franziskanerplatz entdeckt. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 15. März 2017))

Ab 6. Juni wird der nördliche Abschnitt des Franziskanerplatzes erneuert, das schreibt die Stadt Luzern in einer Mitteilung vom Montag. Im Rahmen des Gesamtprojekts Kleinstadt erhält der Franziskanerplatz eine Pflästerung. Für den Unterbau der Pflästerung werde ein Aushub von rund 80 Zentimetern Tiefe nötig.

Vom Aushub sind auch archäologische Überreste betroffen. Unter anderem werden die Grundmauern der mittelalterlichen Spitalkirche zum Vorschein kommen, welche seit ihrem Abbruch 1788 aus dem Stadtbild Luzerns verschwunden ist. Bei der Sanierung der Wasser- und Werkleitungen im vergangenen März konnte ein erster Eindruck über die Überreste gewonnen werden. (» zum Artikel)

Historische Spuren dokumentieren

Aufgrund der Funde sind die Bauarbeiten auf dem Franziskanerplatz mit einer erneuten archäologischen Untersuchung verbunden. Ziel sei es, jene historischen Spuren, welche wegen aktuellen Bauarbeiten weichen müssen, zu dokumentieren und so für die Nachwelt zu erhalten.

Neuheit: Behindertengerechte Pflästerung

Auf der Oberfläche über dem sanierten Krienbachkanal wird zurzeit eine Pflästerung aus einheimischem Naturstein eingebaut. Dabei werden Steine eingesetzt, die maschinell geschnitten und geflammt sind. Die Verwendung dieser Steine ist in der Stadt Luzern neu, so der Kanton Luzern in einer Mitteilung. Durch diese Verarbeitung der Steine entstehe in der Kleinstadt eine Oberfläche, die eben, aber dennoch rutschfest und damit behindertengerecht ist. Sie erleichtere zudem das Befahren der Strasse.

Die Arbeiten zur Pflästerung wie auch die archäologischen Grabungen werden aus verkehrstechnischen Gründen in drei Etappen ausgeführt. Die Grabungen beginnen anfangs Juni und die Pflästerungsarbeiten der Oberfläche dauern voraussichtlich bis Mitte November. Die Durchfahrt über den Franziskanerplatz und zu den Parkplätzen beim Regierungsgebäude sei während den Arbeiten jederzeit gewährleistet.

Inbetriebnahme Krienbachkanal

Ein Teil des Gesamtprojekts Kleinstadt ist auch die Sanierung des Krienbachkanals, welche seit Oktober 2016 vorgenommen wird. Dieser befindet sich unter der Burgerstrasse. Nach der Instandsetzung könne der Kanal im Juni termingerecht wieder in Betrieb genommen werden. Die Bauarbeiten zum Gesamtprojekt Kleinstadt dauern bis Sommer 2018.

Alle Geschäfte, Bars, Restaurants und Dienstleistungsbetriebe sind während der Bauarbeiten jederzeit zu Fuss erreichbar, heisst es in der Mitteilung weiter.

Am 17. Oktober 2016 haben Real Recycling Entsorgung Abwasser Luzern, EWL Energie Wasser Luzern und die Stadt Luzern mit der Umsetzung des Gesamtprojekts Kleinstadt begonnen. Neben der dringenden Sanierung des Krienbachkanals, der Erneuerung der Wasser, Brunnen, Erdgas- und Elektroleitungen sowie der privaten Hausanschlüsse wird nun bis Mitte 2018 auch die Oberfläche neugestaltet.

pd/nop

HINWEIS

Die Etappen und die Informationen zum Verkehrsregime während der Bauzeit werden hier laufend<span style="display: none;">&nbsp;</span> aktualisiert.

Südliche Burgerstrasse mit Philipp-Anton-von-Segesser-Platz vor und nach der Sanierung der Oberfläche. (Bild: Visualisierung: Studio 12 GmbH)

Südliche Burgerstrasse mit Philipp-Anton-von-Segesser-Platz vor und nach der Sanierung der Oberfläche. (Bild: Visualisierung: Studio 12 GmbH)

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