Projekt «Neubad» sticht Caritas aus

Das ehemalige Biregg-Hallenbad wird bald von Künstlern, Gewerbetreibenden und Jungunternehmern genutzt. Das Konzept «Neubad» bekommt vom Luzerner Stadtrat den Zuschlag für die Zwischennutzung zugunsten der «kreativen Kräfte». Die Caritas hat das Nachsehen.

Drucken
Teilen
Bald soll hier neues Leben einkehren: Das Biregg-Hallenband mit abgelassenem Wasser, aufgenommen kurz nach der Schliessung Ende August. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Bald soll hier neues Leben einkehren: Das Biregg-Hallenband mit abgelassenem Wasser, aufgenommen kurz nach der Schliessung Ende August. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Diesen Sommer wurde der Badebetrieb an der Bireggstrasse in Luzern eingestellt. Weil es mindestens vier Jahre dauern wird, bis ein Projekt für die künftige Nutzung des Areals entwickelt ist, wird das Hallenbad von der Stadt zur Zwischennutzung freigegeben. Aus zahlreichen Projektideen wählte eine Jury schliesslich zwei Konzepte zur Weiterbearbeitung aus.

Projekt ist breit abgestützt

Nach einer erneuten Präsentation hat sich die Jury schliesslich für das Projekt «Neubad», das von über hundert lokalen und regionalen Organisationen der Kultur- und Kreativwirtschaft getragen wird, ausgesprochen. Der Stadtrat ist laut einer Mitteilung vom Freitag dieser Empfehlung gefolgt. Damit hat das Projekt «HallenbadPlus» von der Caritas das Nachsehen.

Bis zum 1. November sollen nun die Räume im ehemaligen Hallenbad für die vorgesehenen Nutzungen umgestaltet werden. Das Konzept «Neubad» sieht vor, im Hallenbad ein Zentrum für Kunstschaffende, Gewerbetreibende und Jungunternehmer einzurichten. Dazu gehört auch ein Bistrobetrieb. In der grossen Halle sollen Veranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen und Proben stattfinden. Einen öffentlichen Kulturbetrieb wird wegen der Lärmimmissionen aus Rücksicht auf das Quartier aber ausgeschlossen.

Das Projekt-Konzept habe die Jury überzeugt, weil damit das in der Ausschreibung angedachte Profil einer Zwischennutzung zugunsten der kreativen Kräfte erfüllt werde.

«Hallenbad Plus» zu wenig kulturell

Auch das zweitrangierte Konzept «Hallenbad Plus» der Caritas Luzern sei überzeugend. Das Konzept sah ein Begegnungshaus für die Bevölkerung und insbesondere für Familien vor. Hier stünden die Anliegen der in der Ausschreibung gewünschten «kulturellen Nutzung» allerdings nicht im Vordergrund.

pd/bep

Caritas bedauert Entscheid

Die Idee der Caritas, ein Begegnungshaus mit integriertem Spielbad und mit Kulturbetrieb einzurichten, hat nur Rang 2 erreicht. Die Caritas bedauert dies. Die Caritas nimmt zur Kenntnis, dass Jury und Stadtrat anerkennende Worte für ihr Projekt und ihre Ideen findet. Die Caritas prüft nun laut Medienmitteilung, ob es andere Wege gibt, die skizzierten Ideen in der Stadt Luzern umzusetzen. pd/rem