Projekt Paradrom ist gescheitert

Aus dem ehemaligen Kloster Rathausen hätte ein Behinderten-Erlebniszentrum werden sollen. Daraus wird nun nichts. Es fehlt an Geld.

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So hätte der Eingang zum Paradrom aussehen sollen. (Bild pd)

So hätte der Eingang zum Paradrom aussehen sollen. (Bild pd)

Behinderung spielerisch erfahrbar machen: Das hätte ab 2013 im ehemaligen Kloster Rathausen Tatsache werden sollen. «Paradrom» - so der Name des Projekts - hätte jährlich Zehntausende anziehen sollen. Nun wird das Projekt gestoppt, wie der Verein Kloster Rathausen am Montag schreibt.

Es fehlt an Geld

Grund sind laut Mitteilung die mangelnde Unterstützung wichtiger Behindertenorganisationen und zu geringe Geldzusagen von Sponsoren. «Ich bedaure diesen Schritt sehr, aber er ist konsequent», sagt Pius Segmüller, Präsident des Vereins. Das Konzept Paradrom sei äusserst spannend, derzeit aber leider nicht zu finanzieren. Trotz sehr grosser Anstrengungen und zahlreicher Gespräche sei für die meisten Geldgeber das Projekt noch zu wenig konkret. Für eine stärkere Konkretisierung fehlen dem Verein jedoch die finanziellen Mittel. Da die Spendenzusagen bisher unter den Erwartungen geblieben sind, konnte der Verein die bewilligten Gelder von maximal 7 Millionen Franken nicht abrufen.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, sei in den letzten beiden Jahren viel wertvolle Arbeit geleistet worden, die nun helfen soll, eine andere gute Lösung für das dringend sanierungsbedürftige Kloster zu finden. Von den rund 22 Millionen Franken sind bisher rund 785'000 Franken ausgegeben worden.

Zukunft des Klosters offen

Die Zukunft des Klosters Rathausen ist nun wieder völlig offen. «Wir werden uns nun überlegen, wie wir den Erhalt der Klosteranlage mit einer guten Nutzung sicherstellen können», so Margrit Fischer-Willimann, Präsidentin der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern. Eine künftige Nutzung des Klosters Rathausen
müsse daher politisch wie finanziell breit abgestützt sein.

rem