Prostitution auf dem Schulareal St. Karli

Nächtliche Sex-Geschäfte sind rund um das St. Karlis-Schulhaus gang und gäbe – das bestätigen Stadt und Polizei. Eine Mutter von zwei Primarschülern findet das «skandalös».

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Das St. Karli Schulhaus in der Stadt Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Das St. Karli Schulhaus in der Stadt Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

«Dass Prostitution zu unserer Gesellschaft gehört, ist mir klar. Aber auf dem Schulhausplatz hat dieses Geschäft und vor allem die Spuren davon einfach nichts zu suchen.» Das sagt Yolanda Doran-Gernet, 42-jährig, Mutter von 8-jährigen Zwillingen und einem 5-jährigen Jungen. Die Zwillinge, die die zweite Klasse im Schulhaus St. Karli besuchen, haben vor einigen Tagen gemeinsam mit Kollegen auf dem Schulhausplatz ein Kondom entdeckt.

Sowohl die Luzerner Polizei als auch Maurice Illi von der städtischen Stelle für Sicherheitsmanagement bestätigen auf Anfrage, dass es rund um das Schulhaus regelmässig zu Sex-Geschäften kommt. Die Polizei habe ihre Patrouillentätigkeit in diesem Gebiet in den letzten Monaten deshalb intensiviert, sagt Kurt Graf, Chef Medienstelle bei der Luzerner Polizei. «Wir patrouillieren auch aktiv auf dem Schulhausplatz.» Laut Graf erhalte die Polizei «ab und zu» Meldungen von besorgten Personen, die Kondome oder andere «Überreste» auf dem Schulareal St. Karli finden würden. Wenn die Polizei patrouilliere, würden die Prostituierten und die suchenden Freier zwischenzeitlich verschwinden.

Daniel Schriber

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