PROSTITUTION: Ersatz ist im Sexgewerbe schnell da

Razzien in Sexclubs beeindrucken die Betreiber wenig. Oft dauerts nur wenige Stunden, bis alles wieder reibungslos läuft. So geschehen jüngst im Club Palace in Root.

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Ein Überangebot an Prostituierten und die gute Vernetzung unter den Etablissements führen dazu, dass das Angebot nicht zusammenbricht. So gehört das «Palace» etwa zu einem Sexclub-Verbund, dem auch etwa das Zürcher Etablissements Pascha oder das «Westside» in Frauenfeld angehören.

Viele Prostituierte arbeiten als Selbstständigerwerbende in solchen Sextempeln und bezahlen in fast allen Betrieben 90 Franken Eintritt, gleich viel wie die Freier. Für die Betreiber bleibt das Risiko somit überschaubar. Ob sich die Frauen etwa illegal in der Schweiz aufhalten, muss sie nicht weiter kümmern.

Während sich die Frauen gegenüber den Behörden meist zugeknöpft zeigen, kooperieren sie mit Beratungsstellen besser. Laut Doro Winkler, Leiterin der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration Zürich, seien im Milieu Schlepper- und Menschenhändlerbanden aktiv.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 22. März.