PROTEST: Patienten stehen am KKL in Luzern Schlange

Rund 250 Menschen sind am Donnerstag in Luzern dem Aufruf ihrer Hausärzte gefolgt und aus Protest gegen die Senkung der Labortarife Schlange gestanden.

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Mit der Aktion sollten die Wartezeiten, welche in Zukunft für die Blutentnahme befürchtet werden, aufgezeigt werden. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Mit der Aktion sollten die Wartezeiten, welche in Zukunft für die Blutentnahme befürchtet werden, aufgezeigt werden. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Sie warteten vor dem Kultur- und Kongresszentrum auf eine Blutentnahme in einer eigens für die Aktion eingerichteten Station. Mit der Aktion hätten Ärzte und Patienten zeigen wollen, was geschehe, wenn die Labortarife gesenkt würden und die Hausärzte ihre Praxislabors schliessen müssten, sagte Ueli Zihlmann, Geschäftsführer der Ärztegesellschaft des Kantons Luzern. Die Patienten hätten aus eigenem Antrieb mitgemacht und ihre ohnehin nötigen Analysen durch ein Grosslabor durchführen lassen.

Der Protest fand beim KKL aufgrund der zweitägigen Veranstaltung «Trendtage Gesundheit» statt, die am (heutigen) Donnerstag zu Ende ging. Über 500 Fachleute aus dem Gesundheitswesen haben den Anlass besucht. Eine entsprechende Petition der Vereinigung Zentralschweizer Ärztegesellschaften ist am Donnerstagnachmittag an Regierungsrat Markus Dürr übergeben worden.

Bundesrat Pascal Couchepin will die Labortarife per kommenden 1. Juli senken. Die Hausärzte warnen vor dem Ende der Praxislabors und haben aus Protest für den kommenden 1. April einen Streik angekündigt.

ap/scd