Provisorisches Asylzentrum in Weggis

Ab Januar werden in Weggis maximal 60 Asylsuchende im Gruppenhaus «Mark & Bein» für eine befristete Zeit untergebracht. Das Asylzentrum solle nicht länger als ein Jahr in Betrieb sein.

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In diesem Haus in Weggis sollen Asylbewerber befristet einquartiert werden. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

In diesem Haus in Weggis sollen Asylbewerber befristet einquartiert werden. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Weggiser Gemeinderat erfuhr am 12. Dezember von der kantonalen Dienststelle Soziales und Gesellschaft, dass der Kanton Luzern ab Januar das Gruppenhaus «Mark & Bein», das einem privaten Besitzer gehört, als befristetes Asylzentrum für maximal 60 Asylsuchende nutzen werde.

Gemeinde will Bedingungen definieren

Der Gemeinderat sähe Probleme, die in den betroffenen Quartieren und in der Gemeinde auftreten können. Deshalb will er mit den kantonalen Behörden und der Caritas als Betreiberin der Asylzentren die Bedingungen definieren, die für den Betrieb des Asylzentrums gelten sollen, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schrieb.

Im Asylbereich werden Gemeinden nach kantonaler Verordnung weder finanziell noch mit Betreuungsaufgaben belastet. Sie werden jedoch verpflichtet, Unterkünfte für Asylsuchende zu dulden.

Bereits im Februar 2011 informierte der Kanton Luzern den Gemeinderat, in Weggis ein Asylzentrum zu eröffnen. Der Kanton verfolgte das Projekt im April nicht mehr weiter, nachdem ihm mitgeteilt wurde, dass die Liegenschaft für solch einen Zweck nicht geeignet wäre.

Plätze werden gebraucht

Der Kanton weist in seiner Mitteilung darauf hin, dass er dringend zusätzliche Plätze für Asylbewerber braucht. Im Oktober und November seien Luzern vom Bund jeweils über hundert Asylsuchende zugewiesen worden. Die bestehenden Anlagen seien ausgelastet.

pd/ks/sda

HINWEIS
Am 22. Dezember, um 20 Uhr, informieren Vertreter des Kantons und der Gemeinde im Kongress-Saal Sigristhofstatt über das geplante Asylzentrum.