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PSYCHIATRIE: Grosse Nachfrage für neue Beratung

Um Personen mit psychischen Problemen besser zu unterstützen, hat die Luzerner Psychiatrie ein Beratungstelefon eingerichtet. Eine andere Organisation sieht das Angebot als willkommene Entlastung.
Jessica Bamford
Das Telefon klingelt, der Ärger beginnt sogleich. (Bild: Keystone)

Das Telefon klingelt, der Ärger beginnt sogleich. (Bild: Keystone)

Die Luzerner Psychiatrie (Lups) verfügt seit Anfang Jahr über eine eigene Telefonberatungsstelle für Patienten und Angehörige. «Wir sind überrascht, wie gross die Nachfrage ist», sagt Julius Kurmann, Chefarzt stationäre Dienste. Im ersten Monat hätten 85 Personen von der Dienstleistung Gebrauch gemacht, im April bereits 141, Tendenz steigend. In den ersten vier Monaten waren 49 Prozent der Anrufer selbst von psychischen Krankheiten betroffen, 26 Prozent waren Angehörige von Patienten in Behandlung, und der Rest waren Fachpersonen, die Hilfe benötigten. Zurzeit ist das Angebot der Lups kostenlos. Wie das Beratungstelefon im Kinderspital (dort kostet ein Anruf 3.23 Franken pro Minute) soll diese Dienstleistung mittelfristig aber kostenpflichtig werden, sodass damit eine Arbeitsstelle unterhalten werden kann. Der vergleichsweise hohe Preis (bei der Dargebotenen Hand kostet ein Anruf zwischen 20 und 70 Rappen pro Minute) sei laut Kurmann gerechtfertigt, da die Anrufer von einer Fachperson beraten werden. Bei anderen Angeboten sind hingegen meist Laien am Telefon, die eine weiterführende Ausbildung absolviert haben. Bei der Dargebotenen Hand dauert diese ein Wochenende.

Anbieter wollen Gespräche führen

Genauere Informationen zum Zeitpunkt der Einführung oder zum Preis sind noch nicht verfügbar. Die Abgrenzung zu anderen Angeboten, wie der Dargebotenen Hand, konnte noch nicht klar definiert werden. Das ist laut Kurmann der nächste Schritt, der ansteht: «Mit Hilfe der Statistiken, die wir in den ersten vier Monaten erhoben haben, können wir nun die Abgrenzung von und eine mögliche Zusammenarbeit mit anderen Anbietern sinnvoll evaluieren.» Deshalb wollen die Verantwortlichen bald mit ähnlichen Organisationen in Kontakt treten.

Die Verantwortlichen der Dargebotenen Hand sind erfreut über das neue Angebot. «Weil die Anzahl Personen, die von psychischen Krankheiten betroffen sind, sprunghaft anstieg, braucht es mehr solche Organisationen», ist sich Klaus Rütschi, Geschäftsführer der Dargebotenen Hand Zentralschweiz, sicher. Als Konkurrenz sehen sie die Beratungsstelle nicht: «Bei unseren jährlich 14 000 Anrufen ist es eher eine Entlastung», sagt Rütschi. Er will aber das Gespräch mit der Lups suchen, um eine optimale Zusammenarbeit zu erreichen.

Jessica Bamford

jessica.bamford@luzernerzeitung.ch

Hinweis Die Lups-Beratungsstelle kann 24 Stunden am Tag unter 058 856 53 00 erreicht werden. Die Dargebotene Hand unter 143.

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