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Public Viewing der anderen Art: Das Nachtleben der Fledermauskolonien wird auf Grossleinwand übertragen

Für einmal geht's nicht um Fussball, sondern um Fledermäuse, genauer um Mausohren. Den Tag verbringen diese kopfüber schlafend in Kirchtürmen. Was sie nachts so treiben, kann man in Buttisholz und in Steinen dieser Tage in Public Viewings «live» miterleben.
Marc Benedetti
Gruselig oder putzig? Fledermauskolonie in einem Dachstock. (Bild: www.fledermausschutz.ch)

Gruselig oder putzig? Fledermauskolonie in einem Dachstock. (Bild: www.fledermausschutz.ch)

Nicht umsonst nennt man sie die «Königinnen der Nacht». Erst nach Sonnenuntergang kommt Leben in eine Fledermauskolonie, denn die Mausohren machen sich bereit für den Abflug zur nächtlichen Insektenjagd.

Was sich dabei im Dachstock der Türme abspielt, wo die Kolonien leben, und wie die Fledermausmütter sich von ihren Jungen verabschieden, kann man diesen Sommer an fünf Standorten in der Schweiz live miterleben. In der Zentralschweiz befindet sich eine Mausohren-Kolonie in der Wallfahrtskapelle St. Ottilien in Buttisholz und eine weitere in der Pfarrkirche St. Jakob in Steinen. An beiden Orten veranstaltet die Stiftung Fledermausschutz dieses Jahr Public Viewings.

Hochempfindliche Infrarotkameras liefern faszinierende Bilder aus der Kinderstube einer Mausohrkolonie und erlauben einen Einblick in das heimliche Leben der nächtlichen Flatterer. Die Bilder werden auf eine Grossleinwand ausserhalb des Gebäudes projiziert und von Fachleuten kommentiert.

Ein Grosses Mausohr. (Bild: fledermausschutz.ch)

Ein Grosses Mausohr. (Bild: fledermausschutz.ch)

Auf der Roten Liste der bedrohten Arten

Die Fledermausweibchen des Grossen Mausohrs (Myotis myotis) ziehen im Sommer ihre Jungen in Dachstöcken auf, jeweils eines pro Muttertier. Doch diese Fledermausart, die bei uns zu den grössten gehört, steht in der Schweiz auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Als typische Dachstockfledermaus ist sie von der Quartierzerstörung besonders betroffen, schreibt die Stiftung Fledermausschutz. Doch auch der Rückgang der Insektenbiomasse und der Lebensraumverlust gefährden ihre Bestände.

Dank ehrenamtlicher Fledermausschützer, welche die Quartiere kontrollieren, die Bestände überwachen und Probleme rechtzeitig erkennen, können rasch Schutzmassnahmen eingeleitet werden. Mittlerweile nimmt der Bestand der Mausohren in der Schweiz deshalb wieder zu. Der Stiftung sind rund 100 Dachstöcke bekannt, in denen Grosse Mausohren ihre Jungen aufziehen.

Die Veranstaltungen werden von der Stiftung Fledermausschutz in Zusammenarbeit mit den Kantonalen Fledermausschutz-Beauftragten und lokalen Partnern durchgeführt und von der Ernst-Göhner-Stiftung unterstützt.

Weitere Infos zu den Live-Übertragungen auf www.fledermausschutz.ch.

Die Zeiten des Naturschauspiels

Buttisholz, Wallfahrtskapelle St. Ottilien, Samstag, 23. Juni 2018 ab 20.30 Uhr.

Steinen, Pfarrkirche St. Jakob, Samstag, 30. Juni 2018 ab 21 Uhr.

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