Quai in Luzern geht auf, Badis bleiben geschlossen – und wann der Stadtrat Schutzmasken empfiehlt

In der Stadt Luzern sind ab dem 11. Mai die öffentlichen Plätze wieder zugänglich. News gibt es auch zu den Märkten, den Badis und den Sportanlagen.

Janick Wetterwald
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«Der Stadtrat hat entschieden, den öffentlichen Raum in der Stadt Luzern wieder zugänglich zu machen.» So lautet der erste Satz der Mitteilung der Stadt Luzern vom Dienstagmorgen. Gleich danach appelliert die Stadt an die Bevölkerung und schreibt: 

«Die Distanzregeln und die Hygienevorschriften des Bundes sind aber weiterhin vollumfänglich einzuhalten. Flankierende Massnahmen sollen die Einhaltung der Verhaltensregeln sicherstellen. Falls es zu unerwünschten Situationen kommt, sind einschränkende Massnahmen durchaus denkbar.»

Der Stadtrat empfiehlt das Tragen einer Hygienemaske, wenn Personen in Situationen kommen, in denen sie die Abstandsregeln nicht einhalten können.

Die wichtigsten Punkte zu den Lockerungen in der Übersicht:

Aufhebung der Sperrungen im öffentlichen Raum

Der Quai (Musikpavillon bis Lido), der Europaplatz und das Inseli sind ab 11. Mai wieder öffentlich zugänglich. Noch am letzten Samstag konnte Stadtpräsident Beat Züsli nicht sagen, wann die Quais wieder aufgehen. Nur wenige Tage später ist alles anders. Der Luzerner Stadtpräsident erklärt's.

Massnahmen

  • Auf Plätzen, an denen hohes Personenaufkommen zu erwarten ist, werden die Kommunikationsmassnahmen zur Einhaltung der Verhaltensregeln verstärkt, zum Beispiel mit Plakaten.
  • Absperrgitter bleiben vorläufig vor Ort, um im Bedarfsfall rasch reagieren zu können.
  • Die Buvettes auf dem Europaplatz, dem Inseli, der Ufschötti und beim Nordpol sowie die Kioske am Schweizerhofquai und am Kurplatz können analog der Gastronomiebetriebe mit einem adäquaten Schutzkonzept ab 11. Mai wieder öffnen.
Ab dem 11. Mai ist der Quai in Luzern wieder öffentlich zugänglich.

Ab dem 11. Mai ist der Quai in Luzern wieder öffentlich zugänglich.

Bild: Patrick Hürlimann (5. April 2020)

Wochenmarkt

Der Wochenmarkt wird am 12. Mai erstmals wieder stattfinden. Dieser Entscheid wurde nach Absprache mit der IG Luzerner Wochenmarkt und der Luzerner Polizei getroffen. Was sich genau ändert, sagt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen, in diesem Artikel. 

Falls die Verhaltensregeln nicht eingehalten werden, muss eine strenger limitierende Zutrittskontrolle zum Marktperimeter in Betracht gezogen werden. Nach jedem Markttag wird Bilanz gezogen, um rasch allenfalls notwendige Massnahmen ergreifen zu können.

Massnahmen

  • Der Markt ist dienstags und samstags offen von 6 bis 12 Uhr statt wie üblich bis 13 Uhr. Damit soll eine Überlappung mit den Gastronomiebetrieben so gut wie möglich verhindert werden.
  • Der Theaterplatz und die Bahnhofstrasse werden dienstags (neu) und samstags für den Durchgangsverkehr gesperrt. Velofahrerinnen und Velofahrer werden höflich gebeten, Rücksicht auf die neuen Bedingungen zu nehmen und im Marktperimeter vom Fahrrad zu steigen.
  • Für die wartende Kundschaft werden direkt gegenüber den Ständen mit Bodenmarkierungen Wartezonen im Zweimeterabstand signalisiert.
  • Bei den wichtigsten Zugängen werden Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.
  • Entlang des rechten Reussufers gilt ein signalisiertes Einbahnsystem mit Zugang über den Rosengart-Platz und einer Zugangslenkung nach Bedarf. Um genügend Lücken für Warteräume und Ausweichzonen zu schaffen, werden einige Marktteilnehmende auf die Bahnhofstrasse (zwischen Kapellbrücke und Höhe Migrosbank) umplatziert und die verbleiben-den Stände weiter auseinander gesetzt.
  • Entlang des linken Reussufers werden einige Stände auf Höhe Jesuitenkirche und Restaurant Opus vor das Luzerner Theater umplatziert. Bei allen Ständen auf der Bahnhofstrasse und dem Jesuitenplatz erfolgt die Ausrichtung der Verkaufszone auf die Bahnhofstrasse hin, sodass zwischen dem Markt und der Reuss ein vom Markt unabhängiger Passantenfluss gewährt werden kann. Hinter den Ständen an der Bahnhofstrasse und auf dem Jesuitenplatz werden Absperrbänder angebracht.
  • Auf dem Helvetiaplatz wird ein Eingangsbereich markiert und es werden Absperrbänder um das Areal angebracht. Es erfolgt eine Zugangslenkung nach Bedarf.
  • Die Markthändlerinnen und –händler werden zur Einhaltung der Verhaltensregeln mit eigenen Massnahmen am Stand ebenfalls in die Pflicht genommen.

Weitere Märkte

Unter den gegebenen Bedingungen können der Flohmarkt am Reusssteg, der Handwerkermarkt auf dem Weinmarkt und der Monatswarenmarkt bis auf Weiteres nicht durchgeführt werden. Die Information über eine spätere Wiederaufnahme der Veranstaltungen im Monatsrhythmus erfolgt über die Homepage der Stadt Luzern.

Badeanlagen

Ab 11. Mai sind gemäss den Weisungen des Bundesrats Schwimmtrainings erlaubt – dies immer unter Beachtung der Schutzkonzepte und Einhaltung der Hygienevorschriften. Im Hallenbad Allmend ist also ab Montag, 11. Mai wieder ein Schwimmtrainingsbetrieb möglich. Zutritt haben die Besitzer von Jahresabos oder Schwimmsportler, die regelmässig trainieren.

Im Hallenbad Allmend ist ein Schwimmtrainingsbetrieb wieder möglich.

Im Hallenbad Allmend ist ein Schwimmtrainingsbetrieb wieder möglich.

Bild: Nadia Schärli, November 2015

Freizeitbaden mit Verweilen und Sonnenbaden ist bis auf weiteres nicht zulässig, die Freiluft-Badis weiterhin geschlossen. Warum dem so ist, erklärt Rosie Bitterli Mucha, Leiterin Kultur und Sport, hier.

Die Gastrobetriebe rund ums Luzerner Seebecken aber werden im Rahmen der geltenden Vorschriften ab dem 11. Mai öffnen. Dies gilt für das Lido Luzern, das Seebad und die Tribschenbadi.

Ausblick

Es ist geplant, die Freiluft-Badeanlagen in der Stadt Luzern im Sommer 2020 im Rahmen der geltenden Vorschriften zu betreiben. Der Bundesrat hat angekündigt, im Mai 2020 zu entscheiden, ob und wie die Schwimmbäder geöffnet werden können.

Die einschlägigen Schutzkonzepte zur Einhaltung der Distanz- und Hygieneregeln werden derzeit entwickelt. Es ist absehbar, dass die Zutrittskapazität aufgrund der Bundesvorgaben in allen Anlagen erheblich reduziert sein wird. Deshalb werden keine Saisonabos verkauft und die Badegäste werden wohl dazu aufgefordert, ihre Aufenthaltszeit so zu hal-ten, dass über den Tag verteilt möglichst viele Badegäste einen Badi-Aufenthalt geniessen können.

Sportanlagen

Die Sportanlagen der Stadt Luzern werden auf 11. Mai 2020 ausschliesslich für den Schulsport und für den Trainingsbetrieb der Vereine wieder geöffnet. Beim Schulsport geschieht dies unter Einhaltung des Schutzkonzepts der Wiedereröffnung der Volksschule.

Für den Vereinssport werden die Sportanlagen im Rahmen der bisherigen Trainingszeiten für den Leistungs- und den Breitensport unter folgenden Bedingungen geöffnet:

  • Gesuchstellung an die Dienstabteilung Kultur und Sport der Stadt Luzern mit beigelegtem Vereinsschutzkonzept unter Einhaltung der einschlägigen Vorgaben der Verbände
  • Einhaltung der Vorgaben der Stadt Luzern im Rahmen der anlagenspezifischen Schutz-konzepte der Stadt Luzern für Hallen, für Aussensportanlagen sowie für den Fussball.

Unter den obigen Bedingungen werden auch die folgenden öffentlich zugänglichen Anlagen wieder zur Benutzung freigegeben:

  • Kleinsportanlagen
  • Pumptrack Wartegg
  • Skateanlage Tribschen
  • Streetwork-Anlage Ufschötti

Auf Sportanlagen, die von Vereinen oder anderen Organisationen in eigener Verantwortung betrieben werden, darf der Trainingsbetrieb auch wieder aufgenommen werden. Die Vereine sind für die Durchsetzung der einschlägigen Verbands-Schutzkonzepte zuständig.

Mehr zu den Corona-Lockerungen in der Stadt Luzern: