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Kommentar

Zertifikat der Luzerner Sportvereine: Qualität ist nicht gratis zu haben

Will der Kanton Luzern die Qualität in den Sportvereinen erhöhen, muss er einen finanziellen Beitrag leisten.
Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton
Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton Luzern

Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton Luzern

Das Vorhaben ist ehrenhaft: Mit Zertifikaten will der Kanton Luzern die Qualität seiner Sportvereine steigern. Tatsächlich sind die Anforderungen der Gesellschaft an die meist ehrenamtlich geführten Vereine gestiegen; zum Beispiel bei der Alkohol- und Drogenprävention oder im Umgang mit Social Media.

Der Knackpunkt ist, dass der Kanton dafür kein Geld in die Hand nehmen will. Stattdessen wird die Zertifizierung an die IG Sport Luzern ausgelagert, den Dachverband der Luzerner Sportvereine. Die IG muss die Zertifizierung alleine stemmen – und will den Vereinen natürlich auch ermöglichen, sich in Kursen das noch fehlende Wissen anzueignen. Kosten darf auch das nicht viel, da vom Kanton nichts kommt.

Es ist darum verständlich, dass die IG Sport für Kurse in den Geschäftsräumen des IG-Präsidenten geworben hat – inklusive Administration durch die Frau des Präsidenten. Dabei geht aber die Sensibilität für die Aussenwirkung verloren. Es erscheint seltsam, wenn die IG Sport gleichzeitig Vereine zertifiziert und auf ihrer Homepage exklusiv auf Kurse hinweist, die in den Geschäftsräumen des IG-Sport-Präsidenten stattfinden und von dessen Frau verwaltet werden.

Diese Strukturen müssen hinterfragt werden – zumal die Vergabe des Labels an Beiträge aus dem Sport-Lotteriefonds geknüpft ist; also an öffentliche, zweckgebundene Gelder. Als Hüter dieser Gelder ist in erster Linie der Kanton gefordert. Qualität hat ihren Preis. Auch bei Sportvereinen. Es leuchtet nicht ein, warum die IG Sport dafür zahlen muss.

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