Quartiervereine stellen sich hinter die Umgestaltung rund um den Pilatusplatz

Die Quartiervereine Obergrund und Hirschmatt-Neustadt bezeichnen die Pläne des Stadtluzerner Tiefbauamtes als «zukunftsfähig» – und widersprechen der Kritik der IG Pilatusplatz.

Simon Mathis
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Stefan Huonder, Gesamtprojektleiter vom Tiefbauamt Stadt Luzern (links) und Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) an der Hallwilerstrasse.

Stefan Huonder, Gesamtprojektleiter vom Tiefbauamt Stadt Luzern (links) und Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) an der Hallwilerstrasse.

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 28. März 2019)

Die Quartiervereine Obergrund und Hirschmatt-Neustadt brechen eine Lanze für die Neugestaltung rund um den Pilatusplatz, die der Stadtrat Luzern Mitte Februar vorgestellt hat. Die vorliegende Lösung sei eine «zukunftsfähige Studie mit grossem Potenzial für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität», schreiben die Vereine in einer Mitteilung.

Damit widersprechen sie direkt der IG Pilatusplatz, welche die vom städtischen Tiefbauamt vorgeschlagene «Y-Variante» scharf kritisiert. Die Y-Variante sieht vor, die zurzeit dreispurig befahrene Obergrundstrasse zwischen Passbüro und Stadthaus für VBL-Busse, Velos und Fussgänger zu reservieren:

Die beiden Vereine sind der Auffassung, dass «die Anliegen der Quartierbevölkerung ernst genommen wurden und grundsätzlich überzeugend in die Planung aufgenommen werden können.» Eine Sanierung des Status quo, wie sie die IG Pilatusplatz fordere, setze einzig verkehrstechnische Belange um – und nicht einmal diese überzeugend.

Darüber hinaus zeigen sich die Vereine Obergrund und Hirschmatt-Neustadt erstaunt darüber, dass die IG Pilatusplatz in einer Mitteilung vom 14. Februar von einem «Widerstand der Quartiervereine» gegen die Y-Lösung spreche. Die IG umfasste per Februar 843 Mitglieder. Sie besteht aus Verbänden, Unternehmen und Privatpersonen.

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