Quere Streifen sollen Sicherheit bieten

Wie kann man Unfälle auf Luzerner Fussgängerstreifen verhindern? Ein ehemaliger Nationalrat lanciert eine alte Idee neu und propagiert eine simple Änderung.

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Quer gestreift: So könnte der Fussgängerstreifen am Luzerner Schwanenplatz aussehen. (Bild und Bearbeitung Pius Amrein/Neue LZ)

Quer gestreift: So könnte der Fussgängerstreifen am Luzerner Schwanenplatz aussehen. (Bild und Bearbeitung Pius Amrein/Neue LZ)

Sicher sollten sie sein, die Fussgängerstreifen. Allerdings sind auf ihnen letztes Jahr schweizweit 28 Fussgänger getötet worden, 969 verletzt. Als sich die Unfallmeldungen im Frühling häuften, haben verschiedene Kantone und Gemeinden Massnahmen beschlossen. So liess die Stadt Luzern vom TCS erstmals zehn kritische Fussgängerstreifen überprüfen.

Und der Kanton testet im Herbst an heiklen Strassenquerungen neue LED-Lampen, welche die Ausleuchtung der Querungen verbessern sollen, wie Andreas Heller, Abteilungsleiter Verkehrstechnik der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur, auf Anfrage sagt.

Querstreifen «hemmen» Autofahrer

Einen Schritt weiter will Wilfried Naegeli gehen. Er war von 1971 bis 1975 Thurgauer Nationalrat für die Nationale Aktion (heute: Schweizer Demokraten). Mittlerweile wohnt der 80-Jährige in St. Niklausen. Er schlägt vor, die Fussgängerstreifen um 90 Grad zu drehen, so dass sie quer zu den Autofahrern liegen: «Der Fahrverkehr muss durch Querstreifen gehemmt, die Fussgänger müssen durch ein Längsmuster enthemmt werden.»

Kanton befürchtet Verunsicherung

Kann also das Sicherheitsproblem der Fussgängerstreifen mit einer 90-Grad-Drehung gelöst werden? Andreas Heller von der kantonalen Dienststelle Verkehr und Infrastruktur sagt: «Abgesehen davon, dass dafür die rechtliche Grundlage fehlt – und zwar auf nationaler Ebene – denke ich, dass diese Variante keinen eigentlichen Nutzen bringt.» Im Gegenteil würden die anders angeordneten Streifen für Verunsicherung sorgen.

Alexander von Däniken

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