Gutscheine statt Essen an der Generalversammlung – Raiffeisenbank Luzern erfreut Gastronomen und Gourmands

Mit der Aktion «Ein Herz für die Gastronomie» will die Raiffeisenbank Luzern Restaurants in der Stadt und Umgebung unterstützen. Gleichzeitig soll den Bankkunden eine Freude bereitet werden.

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Eines der teilnehmenden Restaurants: Die «Libelle» an der Maihofstrasse in der Stadt Luzern.

Eines der teilnehmenden Restaurants: Die «Libelle» an der Maihofstrasse in der Stadt Luzern.

Bild: Manuela Jans

(dvm) Die Gastronomie hat am 11. Mai 2020 ihre Türen wieder geöffnet. «Jetzt liegt es an uns allen, die lokalen Restaurants zu unterstützen», verkündet die Raiffeisenbank Luzern im Internet. In Zusammenarbeit mit 21 lokalen Restaurants schenkt die Bank all ihren Genossenschafterinnen und Genossenschaftern einen Gutschein im Wert von 20 Franken, wie der Webseite des Geldinstituts zu entnehmen ist.

Der Gutschein berechtigt zur Konsumation einer Hauptmahlzeit am Mittag oder am Abend in einem der teilnehmenden Lokale. Ab dem 30. Mai 2020 erhalten all jene, welche am 31. Dezember 2019 Mitglieder der Raiffeisenbank Luzern waren, ihren persönlichen Gutschein direkt nach Hause gesendet.

25'000 Gutscheine werden ausgestellt

Auf die Idee mit den Gutscheinen ist man bei der Raiffeisenbank Luzern gekommen, weil die Mitgliederversammlung aufgrund der Corona-Massnahmen des Bundes nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Normalerweise nehmen in der Messe Luzern rund 2’500 Mitglieder an der GV teil. Das war heuer nicht möglich. Aus diesem Grund habe man entschieden, seinen Mitgliedern nicht nur einfach etwas Gutes zu tun, sondern sie zu motivieren, wieder mal auszugehen und das lokale Gewerbe zu unterstützen, so Stefan Weber von der Raiffeisenbank Luzern auf Anfrage. Rund 25'000 Gutscheine im Gesamtwert von rund 500’000 Franken würden ausgestellt. Die 21 Gastronomen, welche als Partner der Bank unterstützt werden, würden einen Viertel des Gutscheinbetrages übernehmen.

Bei den betreffenden Gastrobetrieben freut man sich über die Aktion der Bank. «Ein schönes Beispiel, wie ein wichtiger Player gleich auf zwei Seiten Zufriedenheit schaffen kann», so Simone Müller-Staubli, Mitglied der Geschäftsleitung der Schatz AG, einer Luzerner Agentur für Gastronomie- und Hotelbetriebe. «Es ist ja doch ein stattlicher Betrag, der da gesprochen wird.»

Auch die Stadt Luzern hatte Konsumationsgutscheine für lokale Betriebe erwogen (wir berichteten), sah aber letztlich davon ab (wir berichteten), auch aus Abgrenzungs-Gründen. Demgegenüber war die Raiffeisenbank Luzern als privater Akteur frei in der Wahl, welche Lokale von den ausgegebenen Gutscheinen profitieren sollen.

Hinweis: Alle teilnehmenden Lokale und die Nutzungsbedingungen sind hier einsehbar.

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