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Kolumne

«Landauf, landab»: Rasenmäher

Kolumnist Veri erklärt, weshalb die Förderung der E-Mobilität im Kanton Luzern auch ohne Staat funktionieren würde.
Thomas Lötscher alias Veri
Thomas Lötscher alias Veri. (Bild: PD)

Thomas Lötscher alias Veri. (Bild: PD)

Es grünt so grün im Herbst. Im Wahlherbst jedenfalls. Zur «Förderung der E-Mobilität» hat der Kantonsrat Fabian Peter, den Frischling unter den Regierungsräten, abkommandiert, auf kantonseigenen Grundstücken Ladestationen zu bauen. Er will das prüfen. Dabei wird er feststellen, dass das locker ohne Staat ginge. Auf dem Land hört jeder Draussensitzer, dass es tausende ungenutzte Steckdosen in den Gärtlis hat. Rasenmäher, Motorsense und Laubbläser werden mit Benzinmotoren betrieben. Von den Profis und Möchtegerns jedenfalls.

Seit die Pensionskassen mit ihren Wohnsilos das Land «urbanisieren», spitzt sich das Wettrüsten zu. Im Kanton Luzern wird heute 50 Prozent mehr Rasenfläche gemäht als vor 30 Jahren. Schweizer Kulturland fast so gross wie das Entlebuch ist schon verrast. In den letzten zehn Jahren wurden für eine Milliarde motorisierte Gartengeräte verkauft. Dafür könnte Frau Amherd fünf Kampfflugzeuge kaufen. Die machen zwar ähnlich viel Lärm, aber nur zu Bürozeiten.

Wer zum Protzen schon ein Luxusauto an der Steckdose hat, lässt heutzutage einen Mähroboter durchs Dickicht schleichen. Aber das ist gefährlich. Werden beim Handmähen höchstens die eigenen Zehen lädiert und beim Elektro die Fingernägel bis zum Gelenk geschnitten, so gefährdet der Roboter alles, was kreucht und fleucht: Schnecken, tieffliegende Bienen und – besonders perfid – sich zusammenrollende junge Igel. Da muss sich die Ingenieurin oder Mutter Natur was einfallen lassen.

Genau wie im Wahlherbst: Wer keine neuen Ideen hat und sich nur einigelt, könnte unter die Räder kommen. Sogar auf dem Land.

Hinweis: In der Kolumne «Landauf, landab» äussern sich jeweils Gastkolumnisten und Redaktoren unserer Zeitung zu einem frei gewählten Thema.

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