RASER: Keine Gnade mehr für Todesraser

Die Luzerner Staatsanwaltschaft geht künftig strenger gegen Raser vor. Und jetzt steht fest, ab wann Autofahrer als Raser gelten.

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Nach der Fahrt: Unfall mit Todesfolgen. Themenbild. (Bild Esther Michel/Neue LZ (Archiv))

Nach der Fahrt: Unfall mit Todesfolgen. Themenbild. (Bild Esther Michel/Neue LZ (Archiv))

Daniel Burri, geschäftsleitender Luzerner Staatsanwalt, will mit neuen Standards die Raser künftig konsequenter anpacken. Aus diesem Grund wurde erstmals der Begriff «Raser» definiert. 

Es spielt keine Rolle, ob mit dem massiven Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit ein Unfall verursacht wurde. Unter die Kategorie Raser fallen auch jene Fahrer, die durch eine hochriskante Fahrweise (beispielsweise Autorennen) den Anschein erwecken, es sei ihnen gleichgültig, wenn sie durch ihr Verhalten auf der Strasse einen Unfall mit Verletzten und sogar Toten in Kauf nehmen.

Künftig können sich sämtliche involvierten Amtsstellen an die neuen Richtlinien halten. Auf die Justiz bezogen heisst das: Burri will Raserdelikte mit Unfallfolgen häufiger von Gerichten beurteilt haben. Da Gerichtsfälle öffentlich werden, wird der Raser geoutet und steht so am Pranger, was eine präventive Wirkung hat.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 8. Februar.