RASER: Luzern fährt eine harte Linie

Der Bund will Raser härter anpacken. Das begrüssen die Luzerner. Sie gehen mit Wiederholungstätern schon heute strenger ins Gericht als andere Kantone.

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Kerzen und Blumen schmücken den Unfallort in Schönenwerd. (Bild Keystone)

Kerzen und Blumen schmücken den Unfallort in Schönenwerd. (Bild Keystone)

Raserfälle schüren Emotionen. Jüngstes Beispiel ist der Unfall im solothurnischen Schönenwerd vom letzten Wochenende, bei dem eine 21-jährige Frau ums Leben kam und zwei weitere Personen verletzt wurden.

Dass die drei Todesraser von Solothurn im Moment auf freiem Fuss sind, sorgt für Unverständnis.

Konsequent
Im Kanton Luzern geht man schon heute mit Rasern konsequent um – «möglicher­weise strenger, als in anderen Kantonen», sagt Daniel Burri, geschäftslei­tender Staatsanwalt des Kantons Luzern. «Wir fahren eine relativ harte Linie.» So werden in Luzern bei besonders krassen Fällen oder bei Wiederholungstaten immer wieder die Autos der Raser eingezogen.

Wie oft dies in den letzten Jahren vorkam, war am Mittwoch nicht zu erfahren. Burri: «Bei den unverbesserlichen Rasern helfen oft nur noch Zwangsmass­nahmen. Wir gehören zu den Kantonen, die diese Massnahmen konsequent durchziehen.» Entsprechend würde man auch eine härtere Gangart begrüssen.

Daniel Schriber

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.