RASER: Viel zu schnell: «Ich bin noch unerfahren»

Ein 22-jähriger Autofahrer muss dem Staat über 20'000 Franken an Geldstrafe und amtlichen Kosten bezahlen, weil er wiederholt mit seinem Auto massiv zu schnell unterwegs war.

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Raserei mit Sportwagen

Raserei mit Sportwagen

Der Autolenker wurde im April 2007 auf der Autobahn A2 zwischen Luzern und Emmenbrücke nach einer Verfolgung von einer Polizeipatrouille angehalten. Wie die Strafuntersuchungsbehörden Luzerns mitteilen, war er mit seinem Mercedes Benz CL 500 in ein Kräftemessen mit einem weiteren Fahrzeuglenker verwickelt und  hatte die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde (km/h) um mindestens 73 km/h überschritten.

Bereits vorgewarnt und trotzdem nichts daraus gelernt
Der Mann wurde bereits im September 2005 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln – damals fuhr er statt mit den erlaubten 50 km/h mit 120 km/h durch die Stadt Luzern – mit einer bedingten Gefängnisstrafe von 3 Monaten bestraft. Der andere am Kräftemessen beteiligte Autofahrer wurde bereits in einem früheren Entscheid mit einer unbedingten Geldstrafe von 9600 Franken sowie Verfahrenskosten von 3000 Franken bestraft. «Was die Geschwindigkeit anbelangt, so bin ich noch unerfahren ?!» – gab der Autofahrer der Polizei zu Protokoll.

Das zuständige Amtsstatthalteramt hat den 22-jährigen Mann aus Kroatien nun wegen Überschreitens der signalisierten Höchstgeschwindigkeit mit einer Geldstrafe von 9000 Franken bestraft, die Hälfte davon ist unbedingt. Zudem wurde die im September 2005 bedingt ausgesprochene Gefängnisstrafe widerrufen und in eine unbedingte Geldstrafe von 9000 Franken umgewandelt. Mit den Verfahrenskosten von über 7000 Franken hat der fehlbare Lenker somit insgesamt über 20'000 Franken zu bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig, der junge Mann hat den Geldbetrag bereits in voller Höhe bezahlt.

Der Raser muss an einem Lernprogramm für Raser teilnehmen
Der fehlbare Autofahrer wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er im Falle weiterer Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz – insbesondere bei einem weiteren Geschwindigkeitsexzess oder gefährlicher Fahrweise – mit der Einziehung des Fahrzeuges sowie einem Fahrverbot rechnen muss. Zudem muss er am Lernprogramm «Start», welches die Vollzugs- und Bewährungsdienste für junge Raser anbieten, teilnehmen.

ana