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RATGEBER: Was kann ich gegen die Algenplage im Gartenteich tun?

In unserem Garten haben wir ein wunderschönes Biotop. Es fasst rund 10 000 Liter und misst 4 mal 8 Meter. Beim Bau wurde eine Folie ausgelegt, die innen mit Steinen aus dem Bach ausgekleidet wurde. Es hat eine Frischwasserzufuhr, die das ganze Jahr in Betrieb ist. Im Biotop schwimmen rund 20 Goldfische, denen es pudelwohl ist. Wäre da nicht die Algenplage: Wenn wir das Biotop nicht regelmässig reinigen würden, wäre es nur noch ein Schmutztümpel. Wie können wir gegen die Algenplage vorgehen? F. G. IN M.

Die Bildung von Grünalgen in Gartenteichen ist normal. Die Ursache der Algenbildung ist ein zu hoher Nährstoffgehalt des Wassers. Der Grund für einen hohen Nährstoffgehalt liegt oft darin, dass man Fische im Teich hält, die nährstoffreiche Abfallprodukte (Kot) abgeben. Wenn zudem auch Laub oder andere Pflanzenreste im Teich verrotten, erhöht sich der Nährstoffgehalt zusätzlich. Sonneneinstrahlung und warme Temperaturen im Sommer sind für Algen optimale Bedingungen.

Algen mechanisch entfernen

Das mechanische Abfischen der Algen und abgestorbenen Pflanzenreste mit einem Kescher sowie reduziertes Füttern der Fische oder ein vollständiger Verzicht auf Fische im Gartenteich helfen, einen Anstieg des Nährstoffgehalts zu bremsen. Mit chemischen Bekämpfungsmitteln lässt sich die Ursache der Algenbildung, die Nährstoffanreicherung im Wasser, nicht nachhaltig beseitigen. Eine Bepflanzung eines Teiches bringt nicht nur eine ästhetische und ökologische Aufwertung. Durch das Pflanzenwachstum wird der im Wasser und Boden enthaltene Nährstoff verbraucht. Wichtig ist dabei, dass abgestorbene Pflanzen periodisch aus dem Teich entfernt werden. Naturnaher Gartenteich Auch bei naturnaher Gestaltung und Bepflanzung besiedeln Kleintiere wie z. B. Libellen oder Wasserkäfer Gartenteiche. Ausserdem können grössere Tiere wie Frösche oder Molche einwandern. Ein Gartenteich wird von Tieren meist nur in speziellen Lebensphasen genutzt. So legen z. B. Libellen ihre Eier im Gewässer ab. Die daraus entstehenden Larven leben weiterhin im Wasser. Erst für die letzte Umwandlung zur adulten Libelle verlassen die Larven das Wasser. Amphibien laichen ebenfalls in stehendem Kleingewässer und verlassen dieses nach der Metamorphose. Die meisten Fische sind sehr gefrässig, ganz besonders Goldfische. Damit tragen Fische durch ihren Kot stark zur Überdüngung des Gartenteichs bei, was wiederum das Algenwachstum begünstigt. Nicht gefressenes Fischfutter sinkt zum Teichgrund, wird abgebaut und düngt einen Teich zusätzlich. Wären keine Fische im Teich, würden sich weniger Algen bilden.

Philip Baruffa

Hinweis: Der Beitrag ist am 9. September 2011 in der Neuen Luzerner Zeitung erschienen.

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