RATHAUS: Wo sind denn die Geranien geblieben?

Die Stadt beginnt zu blühen. Das Rathaus aber bleibt ohne Blumenschmuck. Grund sind die historischen Fenster, die Schutz brauchen.

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Das Luzerner Rathaus wird in diesem Jahr keinen Blumenschmuck mehr tragen. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Das Luzerner Rathaus wird in diesem Jahr keinen Blumenschmuck mehr tragen. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Ungewöhnlich kahl wird sich das Luzerner Rathaus diesen Sommer präsentieren. Wo sonst die Geranien leuchten und die Blicke von Touristen und einheimischen Passanten gleichermassen auf sich ziehen, werden nur verschlossene Vorfenster zu sehen sein.

Grund: Der Zustand der historischen Fenster des Luzerner Rathauses ist sehr schlecht. Deshalb wird diesen Sommer auf das Entfernen der schützenden Vorfenster und das Anbringen von Blumenschmuck verzichtet.

Umfassende Restaurierung im nächsten Jahr
Die historischen Fenster sollen 2009 umfassend restauriert werden. Das gesamte Rathaus steht unter eidgenössischem Denkmalschutz – entsprechend schonend muss eine Sanierung durchgeführt werden. «Die Restaurierung dieser historischen Fenster ist natürlich eine Herausforderung», sagt Cony Grünenfelder, Ressortleiterin Denkmalpflege der Stadt.

Man sei momentan damit beschäftigt, ein Restaurierungskonzept zu erarbeiten. Noch in diesem Jahr soll das Konzept im Rahmen einer Musterrestaurierung an einem der Fenster überprüft werden.

Heidi Rothen hatte die Idee mit den Geranien
«Die leuchtenden Geranien lassen das Rathaus wie ein Märchenschloss aussehen», sagt Heidi Rothen, die über 33 Jahre lang bis 2004 als Hausbeamtin im historischen Gebäude zum Rechten schaute.

Die Idee, Geranien an die Fenster des Rathauses zu stellen, stamme von ihr. «Als ich die Geranien zum ersten Mal dort anbrachte, war das Echo von Einheimischen und auch von Touristen riesig», erinnert sich Heidi Rothen. Und daran habe sich auch in all den Jahren danach nie etwas geändert.

Ismail Osman

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.