RATHAUSEN: Kinderheim: Entschädigung für Opfer möglich

In Rathausen erlebten Heimkinder Missbrauch. Nun fordern sie, die Regierung solle sich entschuldigen. Diese lässt sich Zeit – auch aus finanziellen Gründen.

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Anton Schwingruber kann sich vorstellen, dass der Kanton Luzern den Missbrauchsopfern von Rathausen eine finanzielle Wiedergutmachung zahlt. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Anton Schwingruber kann sich vorstellen, dass der Kanton Luzern den Missbrauchsopfern von Rathausen eine finanzielle Wiedergutmachung zahlt. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

In der Erziehungsanstalt Rathausen wurden bis in die Fünfzigerjahre Kinder misshandelt. Ehemalige Opfer des Heims verlangen von der Regierung des Kantons Luzern eine Entschuldigung. Regierungspräsident Anton Schwingruber hat dafür Verständnis, will aber noch klären, «inwiefern sich die damalige Regierung allenfalls schuldhaft verhalten hat». Daraus folge die Frage, wie sich die heutige Regierung für das damalige Verhalten bei den Opfern entschuldigen könne.

Bei einem Schuldeingeständnis könnten auch finanzielle Forderungen an den Kanton Luzern gestellt werden. Daher gelte es, die Sachlage seriös zu prüfen. Schwingruber: «Ich kann zumindest nicht ausschliessen, dass es zu einer Art finanzieller Wiedergutmachung kommen könnte.»

Simone Hinnen

Das ausführliche Interview lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.