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RAUMENTWICKLUNGSKONZEPT: Stadtrat stellt Weichen für Luzern der Zukunft

Am Anfang der Revision der Bau- und Zonenordnung stand ein breites öffentliches Mitwirkungsverfahren. Nun ist die erste Phase abgeschlossen – und es braucht mehr Geld.
Eine der Visionen: Die Waldresidenz Gütsch ist ein Entwurf für die Urbanisierung eines Waldstücks in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums von Luzern. (Bild pd)

Eine der Visionen: Die Waldresidenz Gütsch ist ein Entwurf für die Urbanisierung eines Waldstücks in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums von Luzern. (Bild pd)

Die Bau- und Zonenordnung (BZO) ist ein zentrales Steuerungsinstrument für die räumliche Stadtentwicklung. In ihr werden die Nutzungsart, das Nutzungsmass und die Bauweise für die einzelnen Grundstücke festgelegt.

Am Anfang der Revision der BZO stand im August 2007 ein öffentliches Mitwirkungsverfahren unter dem Titel «Die Stadt Luzern im Jahr 2022» (siehe Artikelverweis). Die Ergebnisse dieser Diskussion sind in den Entwurf des Raumentwicklungskonzeptes eingeflossen.

«Grundsätzlich positiv»
Der Stadtrat hat den Entwurf des Raumentwicklungskonzeptes von Mai bis Juli 2008 wiederum in eine Vernehmlassung gegeben. Die Luzerner, Verbände, Parteien, Institutionen und Interessengruppen waren eingeladen, Stellung zu nehmen. Die Reaktionen fielen grundsätzlich positiv aus, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Es wurde dem Stadtrat attestiert, dass er die Stärken und Schwächen der Stadt richtig erkannt hat. Begrüsst wurde auch der visionäre Blick über die Stadtregion und das Bekenntnis zu Aktionen und Veränderungen. Natürlich gab es auch vereinzelt Kritik und Verbesserungsvorschläge. Diese sind in das definitive Raumentwicklungskonzept eingeflossen.

«Hohe urbane Qualität»
Im Rahmen der Revision der BZO will der Stadtrat Anreize schaffen für eine intensivere Bodennutzung, um ein attraktives Wohnungs- und Arbeitsplatzangebot zu ermöglichen, heisst es weiter. Dazu sollen die Voraussetzungen für bauliche Verdichtungen und die Erneuerung der Bausubstanz geschaffen werden. Das regionale Hochhauskonzept zeigt, wo eine massvolle innere Verdichtung stattfinden kann. Der Stadtrat will bei diesen Entwicklungen darauf achten, dass die hohe Lebensqualität erhalten bleibt. Die zentralen Orte sollen sich durch eine hohe urbane Qualität auszeichnen. Dazu gehören auch eine gute städtebauliche Gestaltung, ein sorgfältiger Umgang mit der historischen Bausubstanz und der Erhalt der Umweltqualität. Deshalb sollen der Energieverbrauch reduziert, der öffentliche Verkehr gefördert sowie neue Freiräume und ökologische Ausgleichsflächen geschaffen werden.

Potenziale entfalten
Erhebungen hätten gezeigt, dass in der Stadt nur noch geringe Entwicklungsreserven für rund 3300 Einwohner und rund 1000 Arbeitsplätze vorhanden sind, wie es weiter heisst. Dort, wo noch grössere Nutzungspotenziale vorhanden sind, will die Stadt rasch Entwicklungen ermöglichen. So werden parallel zur BZO-Revision bereits 2009 für die drei Areale Biregg (mit dem Hallenbad), Pilatusstrasse und Industriestrasse Verfahren eingeleitet und das linke Seeufer aufgewertet. Um das Stadtzentrum entlasten zu können, will die Stadt zudem gemeinsam mit den Nachbargemeinden die Voraussetzungen schaffen, damit sich die Grenzgebiete im Norden und Süden zu urbanen Stadtteilen entwickeln können. Der Stadtrat ist überzeugt, dass eine regional abgestimmte Siedlungs- und Verkehrspolitik ein zentraler Standortfaktor ist.

In der zweiten Phase werden die Bauvorschriften der BZO überprüft und angepasst. Grundeigentümer und weitere Interessierte können jetzt ihre Änderungswünsche mitteilen. Eingaben sind an die Stadtplanung (Hirschengraben 17, 6002 Luzern; stadtplanung@stadtluzern.ch) zu richten.

900'000 Franken beantragt
Bei der Überprüfung der BZO wird auch auf die neue Ortsplanung von Littau Rücksicht genommen. Mittelfristig müssen die Regelwerke von Littau und Luzern zusammengelegt werden. Bis Ende 2009 soll ein erster Entwurf der überarbeiteten BZO vorliegen, sodass Anfang 2010 das Mitwirkungsverfahren, die kantonale Vorprüfung und die öffentliche Auflage durchgeführt werden können. Ziel ist es, 2010 das Genehmigungsverfahren einzuleiten. Für alle diese Arbeiten beantragt der Stadtrat beim Parlament einen Kredit von 900'000 Franken.

scd

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