RAUMFAHRT: Neu kreist ein «Emmer» Satellit am Firmament

Am Mittwochmorgen ist der SwissCube mit einer indischen Rakete in den Weltraum gestartet. Gebaut wurde er an der ETH Lausanne; die Ruag in Emmen ist massgeblich am Projekt beteiligt.

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Der SwissCube im All. (Visualisierung pd)

Der SwissCube im All. (Visualisierung pd)

Der SwissCube (wörtlich übersetzt: der Schweizer Würfel) besitzt nur eine Kantenlänge von 10 Zentimetern. Dennoch versetzt das kleine Gerät die Schweizer Raumfahrtszene derzeit in Hochspannung. Er ist der erste vollständig hierzulande gefertigte Satellit. Am (heutigen) Mittwochmittag sollte sich der Satellit von seiner Umlaufbahn aus zum ersten Mal per Funk melden.

Erforschung des Himmelsleuchten
Der SwissCube wurde von 300 Studenten unter Federführung des Space Center der ETH Lausanne (EPFL) gebaut. Vier Jahre Arbeit stecken in dem Forschungssatelliten. Er wird das so genannte Himmelsleuchten in den oberen Schichten der Erdatmosphäre untersuchen. Das Phänomen sorgt dafür, dass der Himmel selbst in mondlosen Nächten nicht ganz dunkel ist.

Unterstützung durch die Ruag
Einen wichtigen Beitrag leistete die Weltraumabteilung der Ruag, die in Emmen domiziliert ist. «Unsere Ingenieure haben die Studenten während der ganzen Entwicklung unterstützt», erklärt Ruag-Aerospace-Mediensprecher Hendrik Thielemann. Dazu gehörte Beratung beim Design, vor allem bei der Konstruktion der Struktur des Satelliten, aber auch Hilfe beim Projektmanagement. Zudem wurde der SwissCube unter anderem in Emmen harten Tests unterzogen.

Stefan Kyora/Neue LZ