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Raumplaner zum Buchrainer Dorfzentrum: «Da muss etwas gehen»

Ein Ort zum Wohnen, Arbeiten, sich Treffen – mit dem Generationenprojekt Buchrain Dorf wird das Dorfzentrum aufgepeppt. Erste Erkenntnisse aus der laufenden Analyse zeigen: Gerade bei den Freiräumen braucht es eine Aufwertung.
Roman Hodel
Mit dieser Tafel werben der Gemeinderat und die Eberli Sarnen AG seit kurzem für das Generationenprojekt Buchrain Dorf. (Bild: Manuela Jans-Koch, 7. November 2019)

Mit dieser Tafel werben der Gemeinderat und die Eberli Sarnen AG seit kurzem für das Generationenprojekt Buchrain Dorf. (Bild: Manuela Jans-Koch, 7. November 2019)

Buchrain bezeichnet sich als «Oase über dem pulsierenden Rontal». Das mag sein. Doch zumindest das Dorfzentrum erinnert derzeit nur bedingt an eine Oase. Gewiss, es gibt einerseits die historischen Häuser rund um das Gasthaus Adler und andererseits das moderne Alterszentrum Tschann mit dem Einkaufszentrum. Doch es fehlen die Klammer, die attraktiven Freiräume – und es hat noch Platz für Neues, sei es zum Wohnen für alle Generationen oder fürs Gewerbe.

Damit das Dorfzentrum künftig etwas hermacht, hat der Gemeinderat das Generationenprojekt Buchrain Dorf ins Leben gerufen – zusammen mit dem Immobilienentwickler Eberli Sarnen AG, der sich das Kaufrecht an der «Adler»-Parzelle gesichert hat (wir berichteten). Seit Sommer läuft die Testplanung. Sie umfasst insbesondere die beiden Teilgebiete Tschann und Adlermatte, aber auch den historischen Dorfkern und das Schulhaus Dorf.

Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat die Bevölkerung über den Zwischenstand informiert. Die Aula Hinterleisibach war gut gefüllt, nicht zuletzt dank der Schülerinnen und Schüler der dritten Oberstufe. Aktuell befinde man sich in der Analysephase, hiess es. Geprüft werden etwa die ­optimale bauliche Dichte, Verkehrsverbindungen oder auch der Charakter der Siedlung.

Klar ist: Einige der historischen Gebäude rund um das Gasthaus Adler (auf dem folgenden Bild rechts) sind schützens- oder erhaltenswert und müssen oder sollen erhalten bleiben.

(Bild: Dominik Wunderli, 5. November 2018)

(Bild: Dominik Wunderli, 5. November 2018)

Neuere Bauten hingegen wie etwa das Gemeindehaus aus den 1970er-Jahren werden früher oder später «zur Disposition» stehen, wie es Reto Derungs von Planungsbüro Burkhalter Derungs AG ausdrückte.

(Bild: hor)

(Bild: hor)

Gerade was die Freiräume betrifft, ortet die Analyse laut Derungs bereits mehrfach Aufwertungspotenzial: So zum einen zwischen Gemeindehaus, «Adler» und Schulhaus Dorf – hier wäre sogar ein neuer Platz möglich. Zum anderen beim Einkaufszentrum, anstelle dieses Parkplatzes:

(Bild: Manuela Jans-Koch, 7. November 2019)

(Bild: Manuela Jans-Koch, 7. November 2019)

«Da muss etwas gehen», sagte Derungs. Ebenfalls etwas gehen muss gemäss dem Raumplaner beim Fusswegnetz – es ist heute zu wenig attraktiv – oder eben bei den Parkplätzen. Diese sollen möglichst unter die Erde verschwinden.

Wie geht es weiter? Im Januar werden erste Varianten der Testplanung vorliegen. Im Anschluss daran sind zwei Workshops mit der Begleitkommission vorgesehen. Im Frühling soll die Testplanung abgeschlossen sein. Danach folgt das Wettbewerbsprogramm. Gemeindepräsidentin Käthy Ruckli (CVP) betonte, dass das Generationenprojekt in Etappen realisiert werde, der Zeitplan sei noch offen, doch die Absicht hingegen klar:

«Wir wollen Wohnraum, Infrastruktur und Dienstleistungen für alle Altersgruppen und Lebenslagen schaffen sowie die Einkaufsmöglichkeiten und den «Adler» langfristig sichern – für die nächsten Generationen.»

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