RAUMPLANUNG: 360 Millionen Franken für Agglomerationsprogramm in Luzern

Die Entwicklung des Verkehrs und der Siedlungen im Raum Luzern soll mit 2019 bis 2022 startenden Massnahmen in der Höhe von 360 Millionen Franken unterstützt werden. Dies sieht das neue Agglomerationsprogramm vor.

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Spange_Nord

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Im Ballungsgebiet Luzern leben rund 200'000 Menschen. In 20 Jahren dürften es 40'000 mehr sein. Das dritte Agglomerationsprogramm, das der Kanton Luzern, der Verkehrsverbund Luzern und der Gemeindeverband Luzern Plus am Freitag vorgestellt haben, soll helfen, die Entwicklung des Verkehrs und der Siedlungen zu steuern.

Im Zentrum stehen für Luzern die beiden 2,4 Milliarden respektive 1,7 Milliarden Franken teuren Projekte Durchgangsbahnhof und Autobahnumfahrung (Bypass). Ohne diese Vorhaben bleibe das Gesamtverkehrssystem im Kanton Luzern nicht funktionsfähig, erklärte der Luzerner Regierungsrat Robert Küng in einer Mitteilung.

Beide Grossprojekte sind Sache des Bundes. Für die neue Autobahnumfahrung hat der Bundesrat vor einem Monat dem generellen Projekt zugestimmt. Weniger weit gediehen ist das Vorhaben Durchgangsbahnhof.

Auf Grossprojekte abgestimmt

Luzern warte nicht untätig auf die beiden Grossprojekte, erklärte Küng in der Medienmitteilung. Es seien im Rahmen des dritten Agglomerationsprogrammes verschiedene grössere und kleinere Vorhaben entwickelt worden, die bald die Verkehrssituation verbesserten, aber auch mit dem Bypass und dem Durchgangsbahnhof kompatibel seien.

Das dritte Agglomerationsprogramm baut auf seinen beiden Vorläufern auf. Der Stopp der Zersiedelung und die Siedlungsentwicklung nach innen erhielten indes mehr Gewicht, wie es in der Mitteilung heisst.

Weiterentwickelt wurden der Ausbau des S-Bahn-Systems und der Autobahnzufahrtsstrassen Spange Nord und Süd in Luzern. Ins Programm aufgenommen wurden Gesamtverkehrskonzepte für die Zentren um die Stadt Luzern. Bahn und Bus sollen besser verknüpft werden, der Bus gegenüber dem privaten Strassenverkehr priorisiert werden. Ein neues Thema im Agglomerationsprogramm sind die Fernbusse.

Die meisten Massnahmen, die im neuen Agglomerationsprogramm enthalten sind, sollen zwischen 2019 und 2022 einsetzen. Diese prioritären Massnahmen kosten knapp 360 Millionen Franken. 225 Millionen Franken entfallen auf den Kanton, der Rest auf Gemeinden und Nachbarkantone. Stimmt der Bund dem Agglomerationsprogramm zu, wird er sich finanziell daran beteiligen. Die Finanzierung des Bypasses und des Durchgangsbahnhofes läuft separat. (sda)

So stellt sich der Kanton Luzern die Strategie 2030 + in der Agglomeration Luzern vor. (Bild: PD)

So stellt sich der Kanton Luzern die Strategie 2030 + in der Agglomeration Luzern vor. (Bild: PD)