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RAUMPLANUNG: Bundesrat genehmigt Richtplan des Kantons Luzern

Der angepasste Richtplan des Kantons Luzern ist vom Bundesrat genehmigt worden. Er sieht verdichtetes Bauen vor und teilt die Gemeinden für das Bevölkerungswachstum in acht Kategorien ein.
Bauboom in Oberkirch: In den letzten 25 Jahren verdoppelte sich die Einwohnerzahl beinahe. (Bild Manuela Jans-Koch)

Bauboom in Oberkirch: In den letzten 25 Jahren verdoppelte sich die Einwohnerzahl beinahe. (Bild Manuela Jans-Koch)

Der 2015 teilweise revidierte Richtplan erfülle die Anforderungen des neuen Raumplanungsgesetzes des Bundes, teilte der Bundesrat mit. So habe der Kanton Luzern etwa die Vorgaben für Einzonungen an die neuen Bestimmungen angepasst. Dabei setze er die Priorität bei der Nutzung von Potenzialen zur Verdichtung innerhalb bestehender Bauzonen.

Mit der Genehmigung fallen bisherige Übergangsbestimmungen von 2014 weg. Diesen zufolge waren Einzonungen - von wenigen Ausnahmen abgesehen - nur dann zugelassen, wenn sie flächen- und zeitgleich kompensiert wurden.

Der revidierte Richtplan sieht bei der Siedlungsstrategie umfassende Kriterien für Einzonungen sowie Vorgaben für die Grösse der Bauzonen vor. Insbesondere sollen Siedlungen vor allem an zentralen, gut erschlossenen Lagen weiter entwickelt werden.

Der Richtplan fusst auf der Annahme, dass die Bevölkerung des Kantons Luzern bis 2035 um 50'000 auf 450'000 Einwohnerinnen und Einwohner wächst. Um das Wachstum zu lenken, sind die Gemeinden in acht verschiedene Kategorien eingeteilt worden.

Vier der acht Kategorien umfassen Zentrumsgemeinden, drei Landgemeinden. Dazu kommen die Gemeinden entlang der Autobahn. Für jede Gemeindekategorie werden Wachstumswerte für Neueinzonungen und Dichtevorgaben, also Vorgaben zum Bauzonenflächenbedarf pro Einwohner, gemacht.

Der Kanton Luzern muss künftig dem Bund alle vier Jahre aufzeigen, wie sich die Entwicklungsreserven des Siedlungsgebiets verändern. Der Bundesrat will den Umfang des Siedlungsgebiets nur soweit genehmigten, als der geforderte Mindestumfang an Fruchtfolgeflächen von rund 27'500 Hektaren dauerhaft erhalten bleibt. Die Einzonung von Fruchtfolgeflächen ist nur mit Kompensation der beanspruchten Fläche möglich. (sda)

Bevölkerungszahlen Luzerner Gemeinden 2015: Stärkstes Wachstum und stärkste Abnahme seit 1991 (Bild: Quelle: Gemeinden / Grafik Lea Siegwart)

Bevölkerungszahlen Luzerner Gemeinden 2015: Stärkstes Wachstum und stärkste Abnahme seit 1991 (Bild: Quelle: Gemeinden / Grafik Lea Siegwart)

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